Im 1. Hj. 2015 exportierte Belgien ca. 80.000 t Rindfleisch. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ist dies ein Plus von 7 %. Nach dem Rekordjahr 2014 setzt sich der Wachstumskurs damit fort. Das Belgian Meat Office hat die wichtigsten Entwicklungen aufgezeichnet. Belgisches Rindfleisch ist in erster Linie für den europäischen Markt bestimmt. Die unmittelbaren Nachbarländer nehmen rund 73 % der Auslandsvolumen ab. Die Niederlande bleiben mit einem Anteil von 33 % am Gesamtvolumen der Hauptkunde dafür. Von Januar bis Juni 2015 legten die Ausfuhren dorthin nochmals kräftig um 9,3 % zu. Deutlich stärker nachgefragt waren entbeinten Teilstücke, die ein stolzes Plus von 35,3 % eingefahren haben. Frankreich orderte 23 % der belgischen Ausfuhrvolumen. Das ist bei leicht rückläufigen Mengen (-1,6 %) weiterhin Platz 2 auf der Kundenliste. In Deutschland stieg das Interesse an belgischem Rindfleisch gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,2 %. Mit 17 % der Auslandsmengen macht die Bundesrepublik die Liste der Top 3 komplett. Auffallend ist, laut Belgian Meat Office, dass die Nachfrage nach entbeintem Rindfleisch mit einem Plus von 19 % deutlich an Fahrt gewonnen hat. Italien ist traditionsgemäß ein wichtiger Markt für belgisches Kalbfleisch. Offensichtlich steht es aber nicht mehr ganz so hoch im Kurs der Italiener, denn die Lieferungen sanken in den vergangenen zehn Jahren um 5 %. Auch in der ersten Jahreshälfte 2015 setzte sich dieser Trend mit einem leichten Minus von 2 % fort. Mit einem Volumenanteil von 8 % bleibt Italien weiterhin viertwichtigster Geschäftspartner.

Das Belgian Meat Office hat ausgemacht, dass die kleineren belgischen Player ihre Position im Vereinigten Königreich mit einem Plus von 28,5 % deutlich ausbauen konnten. Auch der Handel mit Griechenland (+16,2 %) und Portugal (+62,5 %) wurde stark beflügelt. Lediglich 7,3 % der belgischen Rindfleischmengen werden außerhalb der EUplatziert. Das Belgian Meat Office hat dabei beobachtet, dass Ghana, das 3 % der belgischen Ausfuhrvolumen abnimmt, im Ranking der wichtigsten Absatzmärkte auf Platz 5 vorgerückt ist. Ghana scheint eine interessante Ergänzung für die europäischen Kunden zu sein, da sich das Gros der Bestellungen (80 %) auf essbare Schlachtnebenprodukte bezieht. www.vlam.be
Fotos: Belgian Meat Office/VLAM