Belgische Lebensmittel sind sicher

Die belgische Landwirtschaftsstufe verbuchte in Sachen Lebensmittelsicherheit im zurückliegenden Jahr hervorragende Ergebnisse. Das geht aus dem Jahresbericht 2014 der Belgischen Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASNK) hervor.

Seit ihrer Gründung im Jahre 2000 hat sich die FASNK als wichtigste belgische Föderalinstanz in Sachen Lebensmittelsicherheit profiliert. Hauptaufgabe der Agentur bleibt die Kontrolle der Lebensmittelsicherheit in der Nahrungsmittelkette, inklusive der Landwirtschaftsstufe. Neben der Tier- und Pflanzenbranche haben die Kontrolleure der FASNK auch den Groß- und Einzelhandel sowie Großküchen und das Gaststättengewerbe im Visier.

Seit 2005 ist die FASNK ebenfalls zuständig für die Validierung von Eigenkontrollsystemen. 2014 ist die Gesamtanzahl der validierten Eigenkontrollsysteme auf 22.163 gestiegen. Im vergangenen Jahr hat die Agentur insgesamt 58.671 Inspektionen oder Missionen durchgeführt. Das sind gut 4.000 mehr als vor Jahresfrist. Dabei wurden 215.483 sogenannte „Checklisten“ überprüft. Im Bereich der Nutztierhaltung verliefen 94,8 % der 9.173 Missionen bei 8.470 Operatoren ohne Beanstandungen. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau.

In die Zuständigkeit der FASNK fällt auch die Kontrolle über den Einsatz von Tierarzneimitteln in der Nutztierhaltung. Dabei wird überprüft, ob das Tierarzneimittelregister korrekt geführt ist, die Medikamente ordnungsgemäß gelagert sind, etc. Bei 99,8 % der 426 Kontrollen gab es keine Beanstandungen.

In Sachen Tiergesundheit bescheinigte die Agentur, dass Belgien offiziell frei ist von verschiedenen Rinder- und Schweinekrankheiten wie z. B. Rinderleukose, Rinderbrucellose und Rindertuberkulose, Aujeszkysche Krankheit, Maul- und Klauenseuche etc. Damit steht dem Export in zahlreiche Drittländer nichts mehr im Wege. Im Vergleich zum Vorjahr hat das Tiergesundheitsbarometer ein Plus von 12 % erzielt.

Auf dem Schlachthofniveau wurden insgesamt 6.912 Inspektionen in 112 Einheiten durchgeführt. 97,1 % der Ergebnisse waren regelkonform. Bei diesen Kontrollen wurden sowohl das Tierwohl als auch die Infrastruktur, Einrichtung und Hygiene der Schlachthöfe, Handhabung von nicht der Ernährung dienenden Schlachtnebenprodukten, das Eigenkontrollsystem, Verpackung und Etikettierung, Rückverfolgbarkeit, Meldungspflicht und Transport begutachtet.

Von den 11,9 Mio. kontrollierten Schweinekarkassen entsprachen lediglich 0,3 % nicht den Anforderungen. Zudem wurden 501.189 Rinderkarkassen in Augenschein genommen, wovon 0,4 % nicht für den Verzehr freigegeben wurden. Der Jahresbericht ist in niederländischer und französischer Sprache verfügbar unter http://www.favv.be/activiteitenverslag/2014/default.asp

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