Belgien ist weltweit der siebtgrößte Exporteur von Schweinefleisch. Wie Belgian-Meat-Chef René Maillard auf einem Round-Table-Gespräch mit internationalen Fachjournalisten erklärte, sehen belgische Unternehmen große Chancen im Export. Dies gelte speziell in Richtung Fernost. Zurzeit interessiere sich China nur für bestimmte Schweinefleischprodukte, z. B. Füße, Magen und Schwänze – allerdings mit wachsender Nachfrage. Im Zuge des Exports von europäischen Ess- und Fleischkultur seien die belgischen Unternehmen aber davon überzeugt, dass eines Tages auch die Chinesen europäische Fleischprodukte wie Schinken und Salami verlangen würden. Auf das Russland-Geschäft mit dem Importstopp hätten die belgischen Unternehmen bereits frühzeitig reagiert, sagte René Maillard weiter. Problematisch sei nun allerdings das zunehmende Angebot von Schweinefleisch von den europäischen Unternehmen, die im Russland-Geschäft involviert sind. Die Folge seien sinkende Absatzpreise mit Folgen für die Rendite. Grundsätzlich verliefen die ersten sieben Monate des Jahres 2014 für die belgischen Fleischunternehmen enttäuschend. Da aber auch die vergleichbaren Vorjahresmonate nicht überzeugend waren, sind sie für das zweite Halbjahr verhalten optimistisch. www.freshfrombelgium.com