Zum zweiten Mal können die am 8./9. Oktober auf dem „Rhöner Wurstmarkt“ vertretenen Metzger eine Kostprobe ihres Rotgelegten durch eine fachkundige Jury und das Publikum bewerten lassen. Dessen Herstellung erfordert ein besonderes handwerkliches Geschick. Beurteilt wird die Wurstspezialität am Wurstmarkt-Sonntag um 11 Uhr vor dem Rathaus. Zur Jury zählen der stv. bayerische Landesinnungsmeister und DLG-Prüfer Werner Braun (Dachau), Hermann Schmitt (Gebietsweinwerbung Franken) sowie der Küchenmeister Klaus Kurz aus Bad Kissingen. Nach dem DLG-5-Punkte-Schema werden Aussehen, Farbe und Farbzusammensetzung Konsistenz und Geruch bewertet. Auch das Herrichten der Kostprobe wird streng beäugt, bevor es an die Verkostung geht. Der Geschmack wird mit Punkten von 0 (ungenügend) bis 5 (sehr gut) beurteilt. Erstmals können auch die Besucher ihr Votum abgeben. Am Stand des Slow Food Conviviums Hohenlohe-Tauber-Mainfranken stehen die Geschmacksproben solange der Vorrat reicht bereit. Auch die Publikumsentscheidung wird dann bekanntgegeben.
Der Rotgelegte wird von Hand gefüllt. Die für ihren saftigen Geschmack bekannte Wurst besteht vorrangig aus magerem Schweine- und Kopffleisch. „Blut und Schwartenbestandteile müssen geschickt verbunden werden“, erläutert Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer Unterfranken. Seine besondere Note erhält der Rotgelegte durch den Koch- sowie anschließenden Räucherprozess. www.rhoener-wurstmarkt.de
Foto: Stefanie Damm