Bioland-Bauern appellieren an Angela Merkel

„Die Agrar- und Ernährungspolitik muss als Teil der Klimapolitik ausgerichtet werden – und zwar mit verbindlichen Reduktions- und Zwischenzielen“, heißt es in der Resolution der Bundesdelegierten-Versammlung von Bioland, das sie im Vorfeld der 21. UN-Klimakonferenz an Bundeskanzlerin Merkel richten. Dies sei ein wesentlicher Schritt, um die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten. Die Bioland-Mitglieder sind sich als Landwirte ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt bewusst und wollen über ihr alltägliches Handeln als Biolandwirte hinaus ein Zeichen setzen.

Insgesamt 12 Punkte umfasst das Papier der Bioland-Bauern – angefangen von weniger Fleischkonsum bis hin zu einer Stickstoffabgabe und der Forderung, EU-Agrarzahlungen konsequent auf die vielfältigen Herausforderungen im Klima- und Umweltschutz neu auszurichten.

Dabei wird auch klar, dass die Landwirtschaft nicht nur einer der Mit-Verursacher, sondern auch Betroffener des Klimawandels ist – auch in Deutschland: Extreme Starkregen, Hochwasser aber auch Trockenperioden führen schon heute zu Ernteverlusten. Dem gilt es entschieden gegenzusteuern: Wissenschaftliche Studien belegen, dass der ökologische Landbau das emissionsärmere Produktionsverfahren darstellt. Im Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) wird die Erhöhung des Flächenanteils des ökologischen Landbaus als eine wichtige Maßnahme zur Reduktion der Treibhausgase genannt. „Dieses Ziel muss die Bundesregierung viel konsequenter und endlich weniger halbherzig verfolgen“, so Jan Plagge, Präsident des Bioland-Verbandes. „Deshalb braucht es einen politisch geschaffenen Rahmen in Ordnungsrecht und Förderpolitik, der klimaschädliches Handeln einschränkt und klimaschützende Anbausysteme fördert. Das dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der Glaubwürdigkeit der Bundesregierung bezüglich ihrer Klimaziele.“

Die vollständige Resolution können Sie hier einsehen…

www.bioland.de

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