Wie werden Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMIs) künftig aussehen? Dieser und anderen Fragen widmet sich das vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO ins Leben gerufene Verbundprojekt „HMI 4.0“. In einer Trendstudie identifizerte und untersuchte das Fraunhofer IAO die wichtigsten Handlungsfelder für eine erfolgreiche Mensch-Technik-Interaktion in der Produktion der Zukunft. Diese gibt Aufschluss über die ergonomische HMI-Gestaltung sowie die Integration neuer Technologien wie Social Media, Interaktions- und Erkennungstechnologien. Dazu der Projektleiter Dr. Matthias Peissner vom Fraunhofer IAO: „HMIs werden auch eine Plattform für kooperative Entscheidungen, Wissensaufbau und Problemlösungen im Team sein. Im Innovationsverbund HMI 4.0 entwickeln wir hierfür passgenaue Ansätze. So können wir unseren Partnern zu einem Vorsprung verhelfen.“ Das Verbundprojekt HMI 4.0 wird bis Mai 2016 andauern. Sowohl Betreiber komplexer Produktionsanlagen, Maschinenhersteller als auch Software- und Technologie-Unternehmen wie Copa-Data sind in dem branchenübergreifenden Innovationsverbund dabei. Gemeinsam erarbeiten sie, inwieweit in Zeiten der Industrie 4.0 nutzergenerierte Bedienhilfen in die HMIs der Zukunft implementiert werden können. Das Projekt beleuchtet die sinnvollen Optionen der HMI-Gestaltung und -Performance aus möglichst vielen Blickwinkeln.
Benutzergenerierte Bedienhilfen
Im Rahmen des Projektes erwägen die Teilnehmer, welche Eigenschaften künftige Schnittstellen aufweisen müssen, um Mitarbeiter zur Weitergabe ihres Wissens zu motivieren. Folglich sollen HMIs der Zukunft aktiv dazu beitragen, Wissen einfacher und zuverlässiger im Unternehmen zu speichern und zu verteilen. Nach dem Erarbeiten von innovativen Konzepte und Lösungsansätzen setzen die Teilnehmer der Workshops ihre Lösungen in konkreten Prototypen in Bezug auf spezifische Anwendungsfälle um. Hier dient Copa-Datas Automatisierungssoftware zenon als Basis zur Entwicklung interaktiver und motivierender HMI-Bedienhilfen. Die benutzergenerierten Bedienhilfen sollen künftig die Handlungen in Fehlersituationen automatisierter Prozesse effizient unterstützen. Zudem sollen motivierende Faktoren für die Nutzer eingebaut werden, um vorhandenes Wissen auch wirklich zeitnah ins System einzuspeisen. Aus den Skizzen der Prototypen entstehen Leitfäden zur Erstellung guter und sicherer Anleitungen aus benutzerbasierenden Informationen innerhalb von HMIs. www.copadata.de
Foto: Copa-Data