Die Betriebsberatungsstelle des Deutschen Fleischer-Verbandes legte die Ergebnisse der Umsatz- und Kostenanalyse 2016 vor. Sie weisen, wie im vergangenen Jahr, eine erneute Steigerung des durchschnittlichen Betriebsergebnisses aus.
Zudem bestätigen die Auswertungen erneut den Trend zu immer größeren und leistungsfähigeren Betrieben im Fleischerhandwerk. Der Verband erstellt seit 2006 Umsatz- und Kostenanalysen für seine Mitgliedsbetriebe. Im vergangenen Jahr wurde erstmals ein Zehn-Jahres-Vergleich für die wichtigsten Kennzahlen aus den Ergebnissen der Analysen angefertigt. Er ergab z. B. dass 2015 das höchste durchschnittliche Betriebsergebnis seit dem Basisjahr 2006 erwirtschaftet wurde. Der Materialkostenanteil wies 2009 den niedrigsten Wert auf, auch Personalkosten verzeichneten das geringste Niveau seit 2006. Nun zeigt sich, dass die teilnehmenden Betriebe das Ergebnis aus dem Jahr 2015 erneut steigern konnten. Das durchschnittliche Betriebsergebnis stieg um 0,8 Prozentpunkte auf 14,8 % an.
Die DFV-Betriebsberater betonen aber, dass es sich dabei um einen Durchschnittswert handelt und weisen auf große Unterschiede zwischen den einzelnen Umsatzgrößenklassen hin. So könnten Kleinstbetriebe durchaus Ergebnisse von 25-30 % erwirtschaften, überdurchschnittlich große Betriebe aber deutlich weniger. Aussagekräftig seien Vergleichswerte nur innerhalb der eigenen Umsatzgrößenklasse. Zudem vermuten sie die Hauptursache dieser Entwicklung in dem in gleicher Höhe gesunkenen Materialkostenanteil. Ein weiterer Einflussfaktor scheint das 2016 niedrige Schweinepreis-Niveau zu sein. Zudem stagnierte der durchschnittliche Personalkostenanteil, Grund dafür sei der anhaltende, dramatische Fachkräftemangel.
Die Umsatz-Kosten-Analyse zeigt zudem, wie sich die Betriebsgröße im Laufe der letzten zehn Jahre verändert hat. Während 2007 noch 19 % der Betriebe in der Umsatzgrößenklasse bis 500.000 Euro Jahresumsatz vertreten waren, sind es 2016 nur noch 7 %. In der größten Umsatzgrößenklasse über 1,5 Mio. Euro Jahresumsatz beteiligten sich 2007 21, 2016 bereits 43 % der Mitglieder.
Interessiere Mitgliedsbetriebe können an der nächsten der Umsatz- und Kostenanalyse für das 1. Hj. 2017 teilnehmen. Alle nötigen Unterlagen und weitere Infos gibt es auf der DFV-Webseite. Ansprechpartnerin beim ist Martina Schreiner, Tel. (069) 63302-270, E-Mail: m.schreiner@fleischerhandwerk.de.
Weiterführende Links:
Auftrag Umsatz- und Kostenanalyse 1. Hj. 2017
http://www.fleischerhandwerk.de/fileadmin/content/03_Presse/PDF/WFFAuftrag2017_1.pdf
Erläuterung Umsatz- und Kostenanalyse
http://www.fleischerhandwerk.de/fileadmin/content/03_Presse/PDF/wff_erklaerung_koko.pdf
Fragebogen Betriebsstruktur
Foto: Colourbox.de