Die gute Nachricht: Die Sicherheit von Lebensmitteln steht nach den Überwachungsdaten kaum in Frage. So mussten etwa in Hessen 2012 weniger als 0,3 % der kontrollierten Lebensmittel wegen einer potenziellen Gesundheitsschädlichkeit beanstandet werden, berichtete Dr. Viola Neuß, Vorsitzende der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz. Diese Ergebnisse dürften bundesweit vergleichbar sein, so ihre Einschätzung. Unterdessen bringen aber die übrigen Ergebnisse der amtlichen Kontrolle Lebensmittelunternehmer wie auch die Behörden zunehmend in Erklärungsnöte: So liegt die Zahl der festgestellten Verstöße seit fünf Jahren bei rund 25 % – bei etwa gleichbleibender Anzahl kontrollierter Betriebe und Kontrollbesuche. Fast identisch bleibt auch die Verteilung der festgestellten Verstöße. Auch 2012 betrafen, wie in den Vorjahren, rund 75 % der festgestellten Verstöße die allgemeine Betriebshygiene und das Hygienemanagement. Könnte mehr Kontrollpersonal einen Teil der Probleme lösen? Nein sind sich die Behördenvertreter einig: In erster Linie tragen die Lebensmittelunternehmer die Verantwortung für die Lebensmittelsicherheit. Und bei der amtlichen Kontrolle komme es weniger auf die Quantität als auf deren Qualität an. „Effizienz“ heißt das Zauberwort, das gerne überall dort genutzt wird, wo die Kassen leer, Systemmängel aber offensichtlich sind. www.aid.de