Fleischernachwuchs

Fleischer-Azubis top

Der bayerische Fleischernachwuchs versteht sein Handwerk. Azubis der Staatlichen Berufsschule III Kempten errangen beim Schulwettbewerb der DLG zahlreiche Urkunden. „Dieser ist für die Schüler eine hervorragende Möglichkeit, sich im Wettstreit mit anderen Auszubildenden zu messen und auch besser zu werden“, lobt Karl Schuster, stv. Obermeister der Fleischer-Innung Allgäu den Schulklassen-Wettbewerb “DLG-New Talents”: Klasse Lebensmittel für Fach-, Berufs- und gewerbliche Schulen des Fleischerhandwerks. Dabei werden ausschließlich von Auszubildenden des Fleischerhandwerks hergestellte Wurstwaren und Schinken bewertet.

Erneut erwies sich im aktuellen Wettbewerb: Die praktische Fleischerausbildung der Staatlichen Berufsschule III Kempten ist top. Drei Fleischerklassen stellten ihr fachliches Können unter Beweis und überzeugten mit ihren Produkten. Fünf Auszeichnungen gab es daraufhin: 1 x Gold für Polnische, 2 x Silber für Rauchpeitschen und Delikatess-Leberwurst sowie 2 x Bronze für Kochsalami und Gelbwurst. Nicht nur die Schulklassen erhalten für jedes prämierte Produkt eine DLG-Urkunde, sondern auch jeder Schüler.

Interesse für Berufe steigt

Zugleich soll dieser Wettbewerb Lust auf einen attraktiven, kreativen Beruf zu machen. Dass dieses Ziel erreicht wird, bestätigen OStD Hans Etzler, Schulleiter der staatlichen Berufsschule III, und Fachlehrer Stefan Hofmann übereinstimmend. Dieser leitete in diesem Jahr als Nachfolger von Johann Reffler erstmals die Prüfung. Wie Hans Etzler berichtet, scheint beim Fleischernachwuchs die Talsohle erreicht zu sein. Mehr Schulabgänger interessieren sich wieder für eine solche Ausbildung. Stefan Hofmann verzeichnete beim Wettbewerb unter den Azubis eine hohe Motivation. Zudem lobt er, dass die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb auch das Miteinander fördert. Alle Azubis hätten sich sehr engagiert.

Es sei sicher auch im Interesse der Verbraucher, wenn es wieder mehr gut ausgebildete Fachkräfte und handwerkliche Fleischereien gibt. Deutschland ist mit über 30 kg pro Kopf und Jahr Weltmeister im Verzehr von Wurst und Schinken. Und: Wurst ist nicht gleich Wurst: Auch in der Vielfalt mit über 1.500 Wurstsorten ist das deutsche Fleischerhandwerk führend.

Im Bild (von links; in Klammern der jeweilige Ausbildungszweig): Michael Roßkopf (Fleischer), Daniela Klaus (Verkauf), OStD Hans Etzler (Schulleiter der Staatlichen Berufsschule III), Bangaly Sidibe (Fleischer), Karl Schuster (stv. Obermeister Fleischer-Innung Allgäu), Michael Stohr (Fleischer) und Pascal Trometer (Verkauf) sowie Fachlehrer Stefan Hofmann.

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