Fleischereien profitieren vom Pferdefleischskandal

Pfarrkirchen. „Der Pferdefleischskandal ist kein Skandal um das Pferdefleisch, sondern ein Deklarationsverstoß, der bestraft werden muss", fordert Erwin Kettl (Foto), Metzgermeister aus Münchsdorf und Obermeister der Metzgerinnung Rottal-Inn.
Während sich einige Betriebe der Nahrungsmittelindustrie unlauteren Mitteln bedient haben, erleben die hiesigen Metzgereibetriebe, wie sensibel der Verbraucher geworden ist. „Es wird wieder verstärkt bei dem Metzger seines Vertrauens eingekauft", erklärt Erwin Kettl in seinen Ausführungen. Er beklagt, dass Großbetriebe zwar den EU-Richtlinien unterworfen sind, diese aber oftmals geschickt umgangen werden. Die hiesigen Metzgereien können und müssen lückenlos nachweisen, woher das Fleisch stammt. In unregelmäßigen Abständen werden die lebensmittelverarbeitenden Betriebe von den Kontrolleuren besucht. Hier kann es durchaus vorkommen, dass der Kontrolleur die Herkunft hinterfragt.
„Selbst ein gebackener Leberkäs hat eine Vergangenheit", so der Obermeister mit leichtem Augenzwinkern. Die Inhaltsstoffe müssen dokumentiert werden, ebenso welches Fleisch aus welcher Herkunft verarbeitet worden ist.
Nur wenn der Verbraucher versteht, dass eine artgerechte Tierhaltung, ein schonender Tiertransport und eine sorgfältige Zubereitung der Wurst- und Fleischwaren auch seinen Preis haben muss, werden die Discounterprodukte weniger gefragt. Qualität hat eben ihren Preis. Beim Metzger kann jeder sehen, welches Fleisch für das Hackfleisch der Lasagne verarbeitet wird.
www.handwerk-rottal.de


teo/Redaktion Fleischer-Handwerk

 

Quelle/Foto: Kreishandwerkerschaft Rottal-Inn


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