„Impulsgeber für die Fleischbranche“

Der Vorstand der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat Prof. Dr. Achim Stiebing (im Bild li.) mit der Martin-Lerche-Medaille geehrt. Das ist die höchste Auszeichnung der DLG für die Fleischwirtschaft. DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer (re.) überreichte die Medaille bei der Eröffnungsfeier der Internationalen DLG-Qualitätsprüfung Schinken und Wurst in Bad Salzuflen. Die DLG würdigt damit die außerordentliche Verdienste des Professors um die Weiterentwicklung der Fleischtechnologie und der gesamten deutschen Fleischbranche sowie um die DLG. Carl-Albrecht Bartmer bezeichnete den Geehrten als „Motor und Impulsgeber für die DLG-Fach- und -Testarbeit sowie für die gesamte Fleischbranche“. „Er hat Großartiges geleistet, das noch lange nachwirken wird.“

 

Prof. Achim Stiebing ist gelernter Fleischer und studierter Lebensmitteltechnologe. Sein beruflicher Werdegang führte ihn über die Bundesanstalt für Fleischforschung in Kulmbach 1991 an die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, wo er bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr tätig war. Die Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte des Professors lagen in den Bereichen Technologie und Sensorik von Fleisch, Fleischerzeugnissen und Fertigprodukten. Sein besonderes wissenschaftliches Interesse galt Rohwürsten bzw. -schinken, und hier ganz besonders den Salamis. Zahlreiche Publikationen etwa über Reifungsgrad oder Trocknungsfehler zeugen laut Bartmer von seinem unstillbaren Forschungsdrang, der Achim Stiebing internationales Renommee eingebracht hat. Aber auch mit Verpackungen und der Erstellung von HACCP- und Qualitätssicherungs-Konzepten hat sich der gebürtige Nordhesse intensiv beschäftigt.

 

Bei der DLG begann Prof. Stiebing 1977 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Sachverständiger. 1991 wurde er wissenschaftlicher Leiter der Qualitätsprüfung für Rohe Fleischerzeugnisse und Wurstkonserven. Seit 2004 ist er Vorstandsmitglied, 2006 wurde er zu einem der beiden Vizepräsidenten der DLG gewählt. Den Vorsitz des Testzentrums Lebensmittel hat Achim Stiebing seit 2004 inne.

 

Die Martin-Lerche-Medaille, 1967 von der DLG gestiftet, ist benannt nach dem Berliner Professor Martin Lerche, der Wegbereiter zur Entwicklung der DLG-Fleischwarenprüfungen nach dem Krieg war und die Grundlagen zur Schaffung einer wissenschaftlich betriebenen Lebensmittelhygiene in Deutschland gelegt hat.

 

 

Foto: DLG

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