Initiative Tierwohl: Audits starten

Nach gegenwärtigem Stand können weitere 9 Mio. € in der Initiative Tierwohl eingesetzt werden. Ersten Schätzungen zufolge ermöglicht der Geldbetrag zusätzlich etwa 300 Tierhaltern die Teilnahme an der Initiative. Die Betriebe werden in der Reihenfolge der Warteliste nachrücken, sobald die entsprechenden finanziellen Mittel freigegeben sind. Dies wird laut Presseinfo der Initiative Tierwohl Mitte April der Fall sein. In Kürze werden außerdem die ersten Betriebe von der Warteliste zum Audit für die Initiative Tierwohl zugelassen. Die nachrückenden Betriebe werden mit der von ihnen angegebenen Tierzahl und mit den von ihnen gewählten Kriterien zum Audit zugelassen. Die Entgelte je Kriterium bleiben unverändert.

Bestehen die neu hinzukommenden Betriebe das Audit, erhalten sie eine Anspruchsberechtigung für zwei Jahre, längstens jedoch bis zum 30. Juni 2018. Grund dafür ist, dass ab Mitte 2018 neue, einheitliche Vorgaben gelten und umgesetzt werden sollen. Die ab 2018 geltenden Vorgaben werden derzeit erarbeitet. Um die Umstellung auf die zukünftigen neuen Vorgaben zu synchronisieren, wird die Laufzeit der nachrückenden Betriebe verkürzt.

 

Mitte April werden die Tierhalter, die zur Auditierung in der Initiative Tierwohl zugelassen wurden, über ihre landwirtschaftlichen Bündler informiert. Die Tierhalter können dann den Zeitpunkt angeben, ab wann sie die Tierwohl-Kriterien umsetzen möchten. Der individuelle Umsetzungstermin für die Kriterien kann in dem Zeitraum 28. April bis 28. September 2016 frei gewählt werden. Die Audits starten frühestens ab 28. April 2016.

 

Mit der Initiative Tierwohl bekennen sich Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel zu ihrer gemeinsamen Verantwortung für Tierhaltung, -gesundheit und -schutz in der Nutztierhaltung. Gemeinsames Ziel ist es, Verbrauchern hervorragende Qualität und große Vielfalt an Geflügel, Schweinefleisch sowie Fleisch- und Wurstwaren zu gewährleisten und gleichzeitig für eine tiergerechtere Fleischerzeugung zu sorgen.

 

 

Foto: B&L-Archiv

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