Innungsversammlung in Landshut

Einstimmig bestellten die Innungsmitglieder der Metzgerinnung Stadt und Landkreis Landshut Jakob Axthaler erneut zum Obermeister; Franz Pflügler bleibt ebenfalls für eine dritte Amtszeit sein Stellvertreter. Auch die Vorstandschaft wird größtenteils in der bisherigen Besetzung weiterarbeiten. Neuer Lehrlingswart der Landshuter Metzger ist künftig Michael Berger. Gewohnt einhellig verabschiedeten die Landshuter Metzger aus Stadt und Landkreis in ihrer jüngsten Versammlung auch den Haushalt des Jahres 2013. Der Etat der Innung für 2014 bekam ebenfalls die Zustimmung aller; die Innung Landshut wirtschaftet trotz erhöhter Abgaben an den Landesverband wieder im Plus, nachdem vor zwei Jahren eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge beschlossen worden war. Minusgeschäfte wie den aufwändigen Messeauftritt auf der Niederbayernschau alle zwei Jahre oder den Metzgerball hat die Innung eingestellt. „Wir müssen aber schon auch schauen, dass wir uns als Metzgerhandwerk noch nach außen präsentieren“, sagte Obermeister Jakob Axthaler. Wer Ideen habe, dürfe diese gerne vorstellen.

Bei der Innungsversammlung begrüßte Axthaler eine Delegation des Bayerischen Fleischerverbandes. Hauptgeschäftsführer Rainer Hechinger berichtete über Aktuelles und appellierte an die Innungsmetzger, Angebote wie das Hygienepaket des Fleischerverbandes anzunehmen und zu nutzen. „Dann können wir als Verband wirtschaftlicher arbeiten“, sagte Hechinger. Sorge bereitet Hechinger wie auch den Landshuter Metzgern seit Jahren der Nachwuchsmangel. „Dabei bieten wir einen Beruf, der produzieren und gleichzeitig auch handeln kann“, sagte Hechinger. Wer gute und eigenständige Qualität anbiete, könne durchaus Rendite erzielen. Er appellierte an die Landshuter Metzger, in Schulen zu gehen und mit Jugendlichen und nicht zuletzt deren Eltern ins Gespräch zu kommen. Er erzählte von Innungen, die eigene Nachwuchsprogramme auflegten und sprach über flankierende Maßnahmen des Verbandes. Die Vermittlung echter Werte dürfe dann in der Ausbildung nicht vernachlässigt werden, betonte Hechinger. „Der Beruf hat was für sich, ist modern und bietet eine gute Zukunft. Leider sind die Berufe im Metzgerhandwerk derzeit komplett gegen den Zeitgeist.“

Neben dem Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Fleischerverbandes waren auch Betriebsberater Ralf Kollosch, der über neue gesetzliche Vorschriften wie die Kennzeichnungspflicht der Waren referierte, und der betriebswirtschaftliche Berater Lars Bubnick nach Landshut gekommen. Bubnick betonte, dass die neue Vorschrift, Kassendaten digital aufzubewahren, für manche Betriebe jetzt schon gelte. Wer nachrüstbare Geräte habe, müsse ein Update installieren. Die Übergangsfrist bis 2016 gelte nur für Geräte, die technisch nicht auf digitale Speicherung umrüstbar seien, sagte Bubnick.

Obermeister Jakob Axthaler appellierte einmal mehr an die Kollegen, sich zu engagieren und durch ihre Mitgliedschaft in der Innung die Arbeit des Verbandes zu stützen und zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang empfahl er den Ordner „unsere Wurst“ des Fleischerverbandes zur kommenden Kennzeichnungspflicht der Waren mit Fettgehalt, Nährwert, Allergenen und Zusatzstoffen. „Der Ordner ist gut handzuhaben, nur der Arbeitsaufwand sollte nicht unterschätzt werden“, sagte Axthaler.

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