Jahreskongress in Hernig

Der Kongress wendet sich hauptsächlich an die dänischen Schweineproduzenten. Auf diesem Kongress werden die neuesten Forschungsergebnisse und Konklusionen im Bereich Schweineproduktion präsentiert. Die Referate (ca. 50 insgesamt) hatten eine große Spannweite – von der optimalen Einrichtung des Schweinestalls bis zu den künftigen beruflichen und politischen Herausforderungen für die Schweinebranche.
Am Kongress nahmen rund 2.000 Gäste teil, darunter auch Berater, Behörden, Organisations- und Firmenvertreter u.a.m. teil.
Der Vorsitzende der Branchenorganisation Danske Slagterier, Hofbesitzer Bent Claudi Lassen gab die Preis-Prognose für das kommende Jahr ab. Die Marktaussichten für die kommenden Wochen deuten darauf hin, dass sich keine wesentlichen Änderungen der Schweinepreise vollziehen werden. Ein etwaiger Effekt der Vogelgrippe oder der Maul- und Klauenseuche in Brasilien kann jedoch die sog. „Notierung“ für den Rest des Jahres 2005 beeinträchtigen. 2006 werden die Preise der Schweineproduzenten jedoch voraussichtlich v.a. wegen des zunehmenden Wettbewerbs innerhalb der EU niedriger ausfallen als dieses Jahr.
Claudi Lassen betonte, dass es mehrere unsichere Faktoren gibt, die das Bild für 2006 ändern können. Zu den mit den Währungskursen verbundenen Unsicherheiten kommt der Effekt der Tierseuchen. Die Vogelgrippe in Asien hat eine erhöhte Nachfrage nach Schweinefleisch herbeigeführt. Dies kann auch in Europa passieren, wurde jedoch nicht in der erstellten Prognose für das kommende Jahr berücksichtigt.
Der Vorsitzende des Beirates, Hofbesitzer Lindhart B. Nielsen, teilte mit dass das durchschnittliche Betriebsergebnis der oberen 25% der Produzenten DKK 600.000 betragen wird. Die unteren 25% müssten ein Minus in Höhe von DKK 465.000 erwarten. Dass bei den Erträgen der Schlachtschweineproduzenten große Unterschiede bestehen, ist bekannt. Dieses Jahr beträgt der Unterschied beim Betriebsergebnis der besten und der schlechtesten jedoch mehr als eine Mio. DKK.
Vor dem Hintergrund dieser Zahlen forderte der Vorsitzende des Landesbeirats die vielen Produzenten mit unbefriedigenden Erträgen auf, sich mit ihren Ratgebern in Verbindung zu setzen, um konkrete Ziele für den Bestand auszuarbeiten und um zu gewährleisten, dass diese Ziele verfolgt werden.

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