Die Holding des Suppenherstellers Zamek ist mit ihrer „Insolvenz in Eigenverwaltung“ gescheitert. Das Amtsgericht Düsseldorf hat das Verfahren beendet, wie auf einer Gläubigerversammlung mitgeteilt wurde. Nun wird ein Regelinsolvenzverfahren eingeleitet. Geschäftsführer Nikolaos Antoniadis hat sein Amt niedergelegt. Zum Insolvenzverwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Christoph Niering bestellt, der bislang als Sachwalter dem Geschäftsführer zur Seite stand.
Grund für das Scheitern ist vor allem eine Auseinandersetzung zwischen der bisherigen Geschäftsführung und den Unternehmensgläubigern um eine Immobilie. Die Gläubiger des Lebensmittelherstellers forderten ihren Verkauf, während die bisherige Geschäftsführung das ablehnte. Sie hält den Verkauf für ein hohes juristisches Risiko. Überdies sei die Transaktion nicht sinnvoll und gefährde die Sanierung der operativen Töchter, hieß es.
Nicht von dem gescheiterten Insolvenzverfahren betroffen sind die drei operativen Tochtergesellschaften der Zamek-Gruppe, die Dr. Lange & Co GmbH, die Zamek Nahrungsmittel Dresden GmbH und die Zamek Nahrungsmittel GmbH & Co. KG. Dort wird die Sanierung in Eigenverwaltung fortgesetzt.