Mit dioxinbelasteten Futter- und Lebensmitteln hat das Labor der TÜV SÜD Industrie Service GmbH in Donzdorf bereits umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Beim großen Dioxinskandal im Jahr 1999 mussten Millionen von Hühnern und Tausende von Schweinen getötet werden, erinnert sich Laborleiter Dr. Roland Haag. Zwar sei die Belastung im aktuellen Fall nach Aussage der Europäischen Kommission in Brüssel deutlich geringer als vor sieben Jahren, aber die zulässigen Grenzwerte seien dennoch um ein Vielfaches überschritten worden.
Dioxin und verwandte Stoffe sind nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hochgiftig und wirken krebsauslösend. Allerdings hängt die Wirkung auf den Menschen entscheidend von der aufgenommenen Menge und der Dauer der Aufnahme ab. Aufgrund der Stabilität in der Umwelt und der Resistenz gegen biologische und chemische Abbauvorgänge sind Dioxine sehr langlebig und reichern sich in der Nahrungskette an , so Dr. Haag. Damit bestehe beim Menschen vor allem über die Nahrungsaufnahme die Gefahr einer Langzeitbelastung.