Markt für Essen außer Haus expandiert weiter oder die Zukunft der Gemeinschaftsverpflegung

Die Deutschen essen wieder mehr Fleisch, sind Weltmeister im Brotverzehr, aber der Eierabsatz sei wegen des Dioxin-Skandals rückläufig, und dennoch blickt die deutsche Agrarwirtschaft nach Darstellung der CMA hoffnungsvoller in die Zukunft, denn der Markt für Essen außer Haus expandiert weiter.

33 Prozent ihres Nahrungsbedarfes decken die Deutschen mittlerweile durch Mahlzeiten außer Haus, also in der Kantine, am Imbiss oder im Restaurant.

Im Jahr 2002 wird dieser Anteil bereits die 40-Prozent-Marke erreichen, im Jahr 2005 werden es sogar 45 Prozent sein. Der “Renner” bei Jung und Alt sind nach wie vor die Pommes frites. Fast drei Viertel wird außer Haus gegessen, lediglich ein Viertel in der heimischen Friteuse zubereitet. Geflügel sowie Fleisch und Fleischwaren werden ebenfalls zu einem sehr großen Anteil traditionell außer Haus verzehrt.

Lebensmittel wie Brot und Brötchen, Teigwaren und auch Eier sind die Newcomer im Außer-Haus-Markt, teilweise mit rasanten Zuwachsraten. Ein Grund: Immer mehr Menschen nehmen ihr erstes oder zweites Frühstück nicht mehr zu Hause ein, sondern unterwegs. Dagegen ist der Trend zum Abendessen außer Haus leicht rückläufig.

Somit kommt der Entwicklung einer diesem Markt adäquaten Marketingstrategie eine besondere Bedeutung zu. In ganz Europa ist die Bereitschaft der Menschen erheblich gestiegen, Mahlzeiten außerhalb der privaten Wohnung einzunehmen oder eine Mahlzeit fertig zu kaufen. MAFO Untersuchungen besagen, dass der Verbraucher insgesamt mehr Geld für Essen außer Haus ausgeben wird, im Einzelfall jedoch weniger. Die Bevorzugung preiswerter Gerichte wird weiter zunehmen, wobei “preiswert” auch auf die höherpreisige in- und ausländische Gastronomie anzuwenden ist. Dabei wird sich auch die Verpflegung am Arbeitsplatz künftig leicht erhöhen und die Ausgabenanteile für die kleine Mahlzeit auch zwischendurch werden weiter überproportional zunehmen.

Steigen wird die Nachfrage nach Fisch/Geflügel und Mischgerichten (z.B. Reispfanne) bei der heimischen Küche werden es Gemüse/Salat, fettarmes Fleisch und Teigwaren sein die ganz oben stehen.

Dabei wird sie die Nachfrage nach Öko-Produkten im außer Haus Markt des “daheim” Verzehrs angleichen, dabei sind die Verpfleger gut beraten, die sich dieser Herausforderung stellen.

Gleichzeitig wird der Wertschöpfung bei der Herstellung von Speisen weiter auf den Bereich der optimalen Ausnutzung der aufgewendeten Energiequellen konzentrieren. Herstellung und Lagerung übernehmen dabei eine zentrale Rolle. (Cook & Chill)

Preiswertes, schnelles Essen mit höherem Conveniencegrad ist gefragt. Entsprechend der Bevölkerungsprognose wird sie die Zahl der täglichen Esser verringern bei gleichzeitiger Zunahme derer, die erbrachte Dienstleistungen bei der Vorbereitung und Zubereitung von Speisen bezahlen. Damit gewinnt der Verzehr außer Haus weiter an Bedeutung, d.h. je punktgenauer, zielgruppenspezifisch das Marketing in den Bereichen Kantinen und Anstalten, Klinik und Heim, und Catering und Gastronomie aufbereitet ist, um so größer wird der Erfolg bei den Tischgästen sein, dabei wird die regionale deutsche Küche eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

Hierbei versteht sich die CMA als Partner und Dienstleister der im GV-Markt tätigen Unternehmen.

“Die CMA sieht sich dabei in einer Art Pionierfunktion, um mit innovativem Marketing, durch Pilotprojekte neue Marktchancen und Marktnischen aufzuzeigen, und somit neue Akzente im GV-Markt zu setzen”, so der Geschäftsführer der CMA, Dr. Hambüchen vor der Presse in Berlin, auf der die Marktanalyse der Deutschen Agrarwirtschaft über das Konsumverhalten vorgestellt wurde.

So lautet auch das Motto der CMA und der Bundesländer auf der Grünen Woche 2000, “Hinein ins Jahrtausend – Genießen auf gut deutsch”.

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