Veganuary Workplace Challenge

Millionen essen anders

Erfolgsbilanz Veganuary 2026

Millionen Menschen weltweit probierten im Veganuary eine pflanzliche Ernährung aus. Erste Bilanzen seitens beteiligter Unternehmen zeugen von erhöhter Nachfrage in Handel und Gastronomie. Der vegane Januar endet mit einem starken Fazit – und seine Wirkung hält an: Seit Jahren stößt die Kampagne langfristig und breitenwirksam Veränderungen an, wie Stimmen aus der Wirtschaft bestätigen.

Wenn Joko Winterscheidt vegane Schokolade auf den Markt bringt, Fußballfans in der Münchner Allianzarena veganen Hotdog bestellen, Medien von einer bundesweiten Tofu-Knappheit berichten und das Umweltbundesamt zu Pflanzenmilch-Testwochen aufruft – dann ist Veganuary.

Veganer Neujahrsvorsatz

Der vegane Januar sorgte mit Unterstützung von prominenten Persönlichkeiten wie Mega-Influencerin Bianca Heinicke oder Hollywood-Star Matthew Modine auch in diesem Jahr für ein gesellschaftliches Momentum: „Ob im Supermarkt, in der Kantine, im Stadion, in der eigenen Küche oder auf Social Media: Der Veganuary 2026 war Teil des Alltags von Millionen Menschen“, bilanziert Christopher Hollmann, der Veganuary Deutschland leitet. „In allen Bereichen der Gesellschaft hat er dazu eingeladen, es vegan zu probieren – für die Tiere, das Klima und die eigene Gesundheit. Und hat dabei den Einstieg noch leichter gemacht.“

Gefolgt sind der Einladung viele: Mehr als 30 Millionen Menschen weltweit probierten im Veganuary 2026 eine pflanzliche Ernährung aus. Das ergaben repräsentative Umfragen im Auftrag von Veganuary in zwölf Kernkampagnenländern mit zusammen über 13.000 Teilnehmern.. Allein in Deutschland beteiligten sich über 1.000 Unternehmen mit neuen Produkten, Gerichten und Aktionen an der Kampagne.

Erste Bilanzen von teilnehmenden Marken vermelden Rekorde: Billie Green verzeichnet im Veganuary 2026 ein zweistelliges Absatzplus im Vergleich zum Vormonat – und verbucht die erste Hälfte des Aktionszeitraums als die zwei absatzstärksten Wochen in der bisherigen Unternehmensgeschichte. Veganuary-Sponsor Nutrition-Plus erzielte mit Rabattaktionen im Onlineshop den bisher besten Monatsumsatz.

Das gesteigerte Interesse an veganen Produkten machte sich zudem an leeren Regalen im Supermarkt bemerkbar: Medien berichteten im Januar von einer bundesweiten Tofu-Knappheit, die Rewe, Lidl und Edeka einstimmig mit der erhöhten Nachfrage im Veganuary erklärten.

Vegane Optionen gefragt

Wie sehr sich der Konsum bereits verändert hat, zeigt sich nicht nur beim Einkauf, sondern auch im Mainstream der Gastronomie. So geht heute bei Burger King etwa jeder fünfte Whopper vegan über den Tresen, wie der Fastfood-Riese gegenüber der Hamburger Morgenpost berichtet. Auch im To-go-Bereich wächst die Nachfrage. So meldete die Bäckereikette Le Crobag in einer Zwischenbilanz zum Veganuary 2026 eine mehr als 80-prozentige Absatzsteigerung des Aktionsprodukts im Vergleich zum Januar 2025.

Veganuary im Alltag angekommen

Menschen dort zu erreichen, wo sie ihren Alltag verbringen, ist zentral, um Essgewohnheiten langfristig zu ändern. Im Veganuary 2026 wuchsen Nachfrage und Angebot pflanzlicher Optionen in Kantinen, Uni-Mensen und Betriebsrestaurants weiter.

Bei Cateringunternehmen L&D stieg der Anteil veganer Gerichte im Aktionszeitraum 2026 von 23 auf 40 Prozent. Die Folge: Mehr als doppelt so viele pflanzliche Speisen wurden im Vergleich zum Jahresdurchschnitt verkauft – jedes fünfte bestellte Gericht war im Januar vegan.

Für die Food-Service-Branche ist Veganuary seit Jahren ein wichtiger Impulsgeber, um klima- und tierfreundliche Angebote langfristig auszubauen: So entwickelte die SV Group seit der ersten Teilnahme im Januar 2022 mehr als 150 vegane Rezepte im Rahmen des Veganuary. Viele davon sind inzwischen fester Bestandteil der Speisekarten in den Betriebsrestaurants. André Jenczewski, Projektleiter des Veganuary und Produktmanager Food bei Klüh Catering, über den veganen Januar: „Er hat dazu beigetragen, Hemmschwellen abzubauen, neue Zielgruppen anzusprechen und pflanzenbasierte Ernährung stärker im Alltag zu verankern.“

Eine gesellschaftliche Gestaltungsfrage“

Das Ziel der gemeinnützigen Organisation, pflanzliche Ernährung breitenwirksam zu fördern, hat gute Gründe. Wie groß etwa der Einfluss unserer Ernährung auf den individuellen ökologischen Fußabdruck ist, stellt eine aktuelle EU-weite Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung heraus: Ernährung ist für 23 Prozent der Treibhausgas-Emissionen von Privathaushalten verantwortlich. Was Umweltschäden durch Stickstoff- und Phosphorverbindungen, den Wasser- und Landverbrauch sowie die bedrohte Artenvielfalt betrifft, steigt der Anteil auf ganze 56 bis 71 Prozent.2

Für Christopher Hollmann zeigen diese Zahlen: „Ernährung ist eine gesellschaftliche Gestaltungsfrage. Und vegane Ernährung spielt erwiesenermaßen eine Schlüsselrolle für Klima- und Ressourcenschutz. Der Veganuary 2026 hat erneut erfolgreich gezeigt, wie viele Menschen bereit sind, Neues auszuprobieren – und dass Veränderung möglich ist. Gleichzeitig ist klar: Für eine nachhaltige Zukunft braucht es jetzt mehr Tempo und verlässliche Rahmenbedingungen für die pflanzliche Ernährungswende.“

Das ist Veganuary

Veganuary ist eine gemeinnützige Organisation und Kampagne, die Millionen Menschen weltweit motiviert, sich im Januar und darüber hinaus vegan zu ernähren. Veganuary wurde 2014 an einem Küchentisch im britischen Yorkshire gegründet. Heute ist die Bewegung mit offiziellen Kampagnen international aktiv und treibt die globale Ernährungswende in Gesellschaft und Wirtschaft voran. Unter veganuary.com/de finden alle, die eine vegane Ernährung einen Monat oder länger ausprobieren möchten, ganzjährig kostenfreie Unterstützung – zum Beispiel mit der 31-tägigen E-Mail-Serie.

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