Voll besetzte Stuhlreihen beim traditionellen Neujahrsempfang der Metzger-Innung München: Im Hotel Cristal begrüßte Obermeister Andreas Gaßner zahlreiche Gäste aus Handwerk, Politik, Bildung und Wirtschaft. Gastredner war der Münchner Kult-Pfarrer Rainer Maria Schießler. Der Einladung gefolgt waren unter anderem der Präsident des Bayerischen Handwerkstages Franz Xaver Peteranderl, der Ehrenpräsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes und Wiesnwirt Ludwig „Wiggerl“ Hagn, der stv. Landesinnungsmeister des Fleischerverband Bayern Werner Braun sowie Obermeister der bayerischen Innungen. Neben den Redebeiträgen standen dabei vor allem das kollegiale Gespräch und der Austausch untereinander im Fokus.
Das Motto des Abends hieß: „Befinden wir uns in einem Strudel von Selbstverständlichkeiten?“. Diese Frage stellte daher auch Obermeister Andreas Gaßner in den Mittelpunkt seiner Rede und unterschied in erwartende und gebende Selbstverständlichkeiten: „Selbstverständlichkeiten sind für uns als Handwerker Tagesgeschäft, doch bei Forderungen unsererseits oder im Umgang mit Mitarbeitern gibt es manchmal wenig Entgegenkommen. Daher müssen wir als lebendiges Handwerk wahrgenommen werden und unsere Positionen nachdrücklich vertreten.“

Der Gastredner, der für einen „irdischen Glauben“ steht, fesselte die Gäste mit einem unterhaltsamen philosophisch-bajuwarischen Mix aus Lebensweisheiten und Erlebtem – auch mit Anekdoten aus dem Metzgerhandwerk, z. B. dass er als Kind schon mit dem „Danke“ für eine Scheibe Gelbwurst die Basis von Respekt erlernt habe, was heute leider zunehmend verloren gehe. „Die Leute wollen Qualität, auch in Ihrem Handwerk. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass es die wichtigste Qualität ist, das Leben ernst zu nehmen“, resümierte er. Der Neujahrsempfang klang mit Spezialitäten eines bayerischen Buffets stilvoll aus. www.metzgerinnung-muenchen.de
Fotos: Theimer