Musterbeispiel im Odenwald

Es begann 1985 mit “Dieter’s Wurstladen” als der gelernte Fleischer Dieter Roßmann aus einer Garage heraus am Aschwiesenhof in Modautal-Lützelbach erste Hausmacher Wurstwaren verkaufte. Gut 40 Jahre später entstand hier eine ca. 1.000 m² große Schlachtung und Produktion für die nächste Generation.

Foto: Dieter’s Wurstladen/Aschwiesenhof

Als ich im Vorfeld der 10-Jahres-Ausgabe von FH Fleischer-Handwerk vor gut zwei Jahren erstmals von diesem außergewöhnlichen Projekt regionaler Wertschöpfung hörte, dachte ich: „Hoppla! Das wird etwas ganz Großes!“. Gerne stellte ich das Projekt in der Ausgabe 6/2022 mit Input von Falkenstein Architekten und Ingenieure auf drei Seiten vor.
Gut eine Woche vor der SÜFFA 2024 hatte ich nun die Gelegenheit – mit freundlicher Unterstützung von Armin Renner von Renner Schlachthaustechnik – diese durch EU-Mittel geförderte Schlacht- und Produktionsstätte selbst in Augenschein zu nehmen. Die Familie Roßmann schuf etwas, das höchsten Standards hinsichtlich Tierwohl, Hygiene und Effizienz entspricht. Der Entschluss dazu fiel Ende 2018, der Spatenstich erfolgte am 26. August 2022.

Betrieb weiterentwickelt

Foto: M. Theimer

„Die Herausforderung war der Standort an der alten Hofstelle und nicht ein paar hundert Meter entfernt“, sagt Fleischermeister Dieter Roßmann (60) und betont, dass alle Beteiligten das Vorhaben stets gemeinsam getragen und mit- bzw. weiterentwickelt haben. Zudem band er regionale Handwerker mit ein. „Aber schon während der Planung stellten wir fest, dass alles viel größer werden muss, als wir dachten.“ Doch alle waren sich einig: seine Frau Marion, sein Sohn Dennis (30), Metzgermeister und gelernter Landwirt, und dessen Ehefrau Ina.

Zu den Gründen erklärt er: „Es gab eine wirtschaftliche Notwendigkeit einer derartigen Veränderung des Betriebes. Nicht nur die Corona-Zeit bestätigte uns, dass Direktvermarkter weiter gebraucht werden. Und diese Entwicklung hält an.“ Und sein Sohn ergänzt: „Nur so konnten wir den Betrieb weiterentwickeln“. Das sahen auch andere so, denn die Millioneninvestition des Neubaus zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit in der Landwirtschaft wurde mit 1,8 Mio. Euro begünstigt, finanziert durch „Mittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ (ELER) und das Land Hessen. Zudem wurden Arbeitsplätze geschaffen. Die Anzahl der Beschäftigten verdoppelte sich auf 35. Viele davon gewannen sie über aktives Social-Media-Marketing.

Alles im Fluss

Die Familie Roßmann hält eine Mutterkuhherde (Blonde Aquitaine). Mit Nachzucht und zwei Deckbullen sind es 240 Tiere, die im Stall sowie von April bis Oktober auf der Weide stehen,. Zudem gibt es einen Maststall für 500 Schweine einige hundert Meter…

Den ganzen Artikel online lesen? Gerne, hier in der aktuellen Ausgabe FH Fleischer-Handwerk 6/2024:
https://blmedien.aflip.in/FH_Fleischer_Handwerk_6_24.html#page/28

Text: Marco Theimer

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