Natur-Kältemittel im Trend

Beim jüngsten Eurammon-Symposium in Schaffhausen (Schweiz) informierten die Referenten in ihren Vorträgen über aktuelle Trends und Entwicklungen in der Kälte- und Klimatechnik. Im Fokus standen kleine Applikationen (. Die Vortragsveranstaltung war mit knapp 70 Teilnehmern aus 16 Ländern komplett ausgebucht.

 

„Durch die europäische F-Gase Verordnung und die Vereinbarungen von Kigali stehen natürliche Kältemittel mehr denn je im Fokus der Kälte- und Klima-Industrie“, sagte Bernd Kaltenbrunner, Vorstandsvorsitzender von Eurammon. „Neben einer steigenden Nachfrage bei den klassischen großen Anwendungen sehen wir aktuell einen Trend hin zum Einsatz natürlicher Kältemittel auch bei kleineren Anlagen mit einer Leistung von weniger als 200 kW – und dies nicht nur in der Kältetechnik, sondern auch bei Wärmepumpen und Klimaanlagen.“

 

Synthetische Kältemittel immer stärker reglementiert

Henry Wöhrnschimmel vom Bundesamt für Umwelt BAFU (Schweiz) informierte am ersten Tag der Veranstaltung über die aktuelle Gesetzeslage im Gastgeberland des Symposiums und die bevorstehende zweite Revision der Chemikalien-Reduktions-Verordnung (ChemRVV), durch die der Einsatz von klimawirksamen, synthetischen Kältemitteln noch stärker reglementiert werden soll.

 

Thorsten Lerch und Ralf Catanescu von der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik in Maintal sowie Frank Rinne von Emerson Climate Technologies referierten zu den sicherheitstechnischen Anforderungen an natürliche Kältemittel und zeigten, wie sich entsprechende Anlagen im Rahmen der bestehenden Vorschriften optimal umsetzen lassen.

 

Natur-Anlagen immer leistungsfähiger

Referenzprojekte standen am zweiten Tag des Symposiums im Mittelpunkt. Die Teilnehmer diskutierten unterschiedliche Anwendungsmodelle mit Blick auf relevante Parameter wie Anlagendesign, Komponentenauswahl und Betriebskosten. Getrieben wird die steigende Nachfrage nach Anlagen mit natürlichen Kältemitteln längst nicht mehr nur durch bestehende und kommende Restriktionen für synthetische Kältemittel.

 

„Der Markt entwickelt immer leistungsfähigere Komponenten und ein verbessertes Systemdesign mit immer geringeren Füllmengen“, erklärte Bernd Kaltenbrunner und verwies auf eine wachsende Anzahl an erfolgreichen Referenzprojekten im Leistungsbereich unter 200 kW: „Neben der Zukunftssicherheit punkten die Anlagen mit ihrer hohen Effizienz und den damit verbundenen niedrigen Betriebskosten, durch die sich Anfangsinvestitionen schnell amortisieren.“

 

Weitere Informationen zum diesjährigen Symposium sowie eine Auswahl der Vorträge gibt es online unter eurammon.com.

Foto: Eurammon

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