“Dip” heißt Werders jüngste Innovation offiziell. Denn die grüne Tomatentunke darf aus Gründen des Lebensmittelrechts eigentlich nicht “Ketschup” genannt werden. “Dip” ist die elfte Ketschup-Variante der Werderschen Wein & Früchte GmbH. Die Idee für sein jüngstes Produkt hat man aus den USA importiert: Dort ist grüner Ketschup vor allem bei jungen Leuten ein großer Renner.
Im Herbst lief die Entwicklung an, am 16. Juli brachte die erste Einzelhandelskette das grüne Ketschup aus Werder in seine 112 Filialen in Berlin und Brandenburg. Zu 95 Prozent ist “Dip” identisch mit dem roten Werderschen Ketschup. Die übrigen Zutaten wie Gemüse- und Paprikamark sowie Apfelmus machen den Grünen würziger als den Roten.
Das Unternehmen in Weder mit fast 130-jähriger Tradition hat sich vorwiegend in Ostdeutschland mit Ketschup, Obstweinen und Fruchtsäften einen Namen gemacht. Nach der Wende aus dem 1980 gegründeten Kombinat Havelland Werder entstanden, erwirtschaften heute 32 feste Mitarbeiter einen Jahresumsatz von gut 20 Millionen Mark. Neben verschiedenen Ketschup-Gewürzvarianten ergänzen Mayonnaise und Senf die Produktpalette. Bislang ist das grüne Ketschup nur in der Region ein Renner.
