Obermeistertagung in Bayern

Zur jährlichen Obermeistertagung des Fleischerverband Bayern im Herbst trafen sich Obermeister/-innen, Vorstände, Mitglieder und Geschäftsführungen von Innungen in der Fleischerschule Augsburg.

Trendthemen wie E-Rechnungen, Smartstores und Nachwuchsgewinnung standen dabei im Fokus. Das politische Grußwort kam in diesem Jahr von Bayerns Arbeits- und Sozialministerin Ulrike Scharf MdL (CSU), die in einer Videobotschaft zum Start der Tagung die Bedeutung des Handwerks für die Gesellschaft hervorhob: „Der Erfolg in Bayern steht und fällt mit den Handwerkern. Mitarbeiter- und Wettbewerbsschutz bleiben erhalten. Zudem gilt es gemeinsam viele junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.“

Foto: Fleischerverband Bayern

Danach eröffnete der stv. Landesinnungsmeister Werner Braun (li.) die Tagung, da Landesinnungsmeister Konrad Ammon aufgrund eines Termines in Berlin am Vortag erst ab Mittag dabei war. „Auch heute stehen erneut die fachliche Information und der persönliche Austausch hier im Fokus“, betonte er und freute sich über 23 Partner des Verbandes, die mit Infoständen und Ansprechpartnern vor Ort waren. In den Pausen und vor und nach dem Mittagessen konnten sich die Anwesenden u.a. bei bfm Ladenbau, AVO-Werke, Vemag Maschinenbau, Senertec, Local to-go, Smartstore24, Handtmann oder B&L Medien über Produkte und Dienstleistungen informieren.

E-Rechnung & Smartstore

Den zeitlich größten Rahmen des Vormittags nahmen die neuen Vorschriften zur E-Rechnung in Anspruch. Cornelia Schlüter und Matthias Yblagger, Steuerberater der Partnerkanzlei Syltax, referierten praxisnah und sachlich zum Thema E-Rechnung und was diesbezüglich auf Metzgereien zukommt. „Die E-Rechnung ist eine Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit ihrer Steuerkanzlei und ihren Geschäftspartnern zu optimieren und sich neu aufzustellen“, empfahl Cornelia Schlüter. Weitere Schritte bis hin zur verpflichtenden E-Rechnung im Business-Bereich folgen in den nächsten Jahren. Danach erinnerte Matthias Yblagger ans Thema „Meldepflicht von TSE-Kassen“.

Foto: Fleischerverband Bayern

Seit zwei Jahren ist Smartstore24 Partner des Verbandes. Geschäftsführer Michael Kimmich (li.) nutzte die Möglichkeit seine Lösung zum personallosen Verkauf mit RFID-Technologie zu präsentieren, die auch bei einigen Anwesenden erfolgreich im Einsatz ist. Seit 2020 realisierte das Unternehmen rund 50 Smartstores – als Container oder in einem Laden – davon viele im Metzgerhandwerk.

Weitere wichtige Themen

Die stv. Geschäftsführerin Svenja Fries berichtete zum Zoonose-Bericht sowie zur Afrikanischen Schweinepest in Bayern, die auch hier ausbrechen kann. Am Nachmittag standen Verbandsinterna im Fokus. Geschäftsführer Lars Bubnick sprach zur aktuellen wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg der Nachwuchskampagne „Butcher’s Tale 2.0“ und zum neuen Spiel „VR-Wursttheke“, mit dem Betriebe und Innungen für den Verkaufsberuf werben können – und das auch intensiv tun. An über 80 Arbeitstagen betreute das Verbandsteam 2024 Ausbildungsmessen in den Regionen. Er berichtete auch über das Vietnam-Azubi-Projekt. Das Team von V-Unite aus Regensburg stellte aktuelle Zahlen vor. Seit Jahresbeginn wurden 180 Auszubildende in 56 Metzgereien vermittelt

Foto: Fleischerverband Bayern

Schulleiter Anton Schreistetter berichtete über das Kursprogramm 2025 sowie erforderliche Investitionen im Schulgebäude. Danach gaben er, Lars Bubnick und der Verbandsanwalt Dr. Claus Schmitz (li.) Einblick über das Ergebnis des Klageverfahrens gegen den Architekten Wulf. Nach über zehn Jahren Klage gab es ein positives Urteil, das bis Mitte Dezember noch durch die Gegenseite angefochten werden kann. Folgt keine Berufung, kann die Sanierung des Schul- und Verbandsgebäudes starten. Detaillierte Inhalte des Urteils inkl. Zahlen wurden vorgestellt. Die nächste Tagung bzw. Mitgliedervesammlung findet am 21. Mai 2025 in den Räumen der evenord in Nürnberg statt.

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