Parmaschinken boomt weiter

Das Consorzio del Prosciutto di Parma meldet für 2016 mit einer Gesamtproduktion von 8,7 Mio. Parmaschinken ein Wachstum von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. 68 % davon wurden in Italien verkauft, die restlichen 2.757.000 Stück in den Exportländern, die insgesamt um 1,2 % zulegten. Die Wiederherstellung des Gleichgewichts von Angebot und Nachfrage führte einerseits zu einer deutlichen Reduzierung der Bestände und andererseits zu einer Erholung der Verkaufspreise an den Handel. In den internationalen Märkten wurde ein starkes Wachstum erzielt, trotz einiger Lieferrückstände und Preiserhöhungen – dies betraf vor allem SB-Scheibenware, die preissensibler und oft in Promotion-Aktionen eingebunden ist.

Erstmals blieb der Verkauf von geschnittenem Parmaschinken in der SB-Packung in den internationalen Märkten konstant und das Wachstum wurde mit der Bedienware erzielt. „Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, die 3-Mio.-Marke im Export innerhalb kurzer Zeit zu erreichen“, so Vittorio Capanna, Präsident des Consorzio del Prosciutto di Parma. „Wir brauchen nur zu berücksichtigen, dass wir noch vor zehn Jahren weniger als 2 Mio. Schinken exportiert haben. Das ermutigt uns, den entwickelten Wachstumsplan weiterhin beharrlich zu verfolgen.“

 

Sowohl der Gemeinschaftsmarkt, der 61 % des Gesamtexportvolumens aufnimmt, als auch die Drittmärkte trugen 2016 jeweils mit einem Absatzzuwachs von 16.000 Schinken gleichermaßen zum Wachstum bei. Die USA etablieren sich mit 623.000 eingeführten Parmaschinken (+7 %) als Hauptimportland, gefolgt von Frankreich mit 476.000 Schinken (+4,7 %). Deutschland liegt auf Platz 3. Nach dort wurden 468.000 Schinken exportiert (+3 %). In den Schwellenländern China und Brasilien wurde Parmaschinken in großem Stil in bedeutenden Handelsketten eingeführt.

 

Der Absatz der SB-Scheibenware fiel 2016 leicht um 0,9 % im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Dynamik des Inlandsmarktes; der Export blieb trotz sehr dynamischem Markt stabil. 1.568.000 Parmaschinken, das sind 18 % der Gesamtproduktion 2016, wurden in Scheiben geschnitten und in 79 Mio. Packungen abgepackt. 24 % davon gingen in die italienischen Handelsregale, die restlichen 76 % in 76 Exportmärkte. In den europäischen Märkten ist Deutschland mit einem Plus von 7 % 2016 ein Wachstumsmotor für geschnittene Scheibenware. In den vergangenen fünf Jahren stieg das Volumen um 75.000 Schinken auf ca. 198.600 Stück, die in Scheiben geschnitten in den deutschen Handel gingen. www.prosciuttodiparma.com

 

Foto: Consorzio del Prosciutto di Parma

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