Vor allem die Raucher selbst haben das sanft angemahnte Rauchverbot begrüßt, weil sie genau wissen, dass sie die anderen Genießer belästigen würden, stellt der Vorsitzende von Slow Food Berlin, Ulrich Rosenbaum fest. Auch aus dem Kreis der anderen 60 örtlichen Tafelrunden von Slow Food Deutschland gebe es positive Rückmeldungen.
In Italien, dem Mutterland der Slow-Food-Bewegung, wird das Rauchverbot in Restaurants mittlerweile respektiert. Erstmals wird es im Oktober 2006 auf der alle zwei Jahre stattfindenden Weltmesse des guten Geschmacks, dem Salone del Gusto in Turin, auch keine Geschmackslabors mit Zigarren mehr geben, die früher zum Repertoire gehörten. Rosenbaum: Zwang passt nicht zu Slow Food, aber die freiwillige Selbstverpflichtung des deutschen Gaststättengewerbes wird nicht ausreichen. Die Mehrzahl der vom DEHOGA genannten hundertprozentigen Rauchfrei-Restaurants gehört einer einzigen Café-Kette an.