Das unterdurchschnittliche Aufkommen an Schlachtschweinen lässt sich bundesweit unterschiedlich vermarkten. Der Handel wird im Nordwesten mit zügig und flott beschrieben, wo auch Marktbeteiligte von weiterhin fehlenden Angebotszahlen sprechen. Es gibt aber auch Regionen und mittelständische Vermarkter die eine verhaltene Nachfrage signalisieren.
Die Stimmung in der Schlacht- und Zerlegebranche ist seit Juni auf einen neuen Tiefpunkt gesunken. Der Grund sind flächendeckende Verluste am Schwein, da die deutlich erhöhten Schweinepreise nicht in spürbar höhere Fleischpreise umgewandelt werden können. Einziges Zugpferd ist der intensive Wettbewerb um Großlieferanten im Viehhandel, speziell im Nordwesten. Hier gibt es eine starke Sogwirkung im Schweinefleischhandel nach China.
Auch im Lebensmitteleinzelhandel wird über schwache Umsätze und rückläufige Verkaufszahlen geklagt. In dieser Situation sind Preisverhandlungen mit den Großeinkäufern nicht nur nervenaufreibend, sondern teils auch ergebnislos, da völlig unterschiedliche Preisforderungen genannt werden. Als Folge werden hier und da auch einmal die Verhandlungen verschoben. Zeitgleich kommt der großflächige Absatz von Schultern ins Stocken. Auch die Abverkäufe von Bratwurst und Schinkenwaren liegen spürbar hinter den jahreszeittypischen Erwartungen zurück.
Grafik: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI)