Potsdam. Rund um Beelitz, dem größten Spargelanbaugebiet Ostdeutschlands, hat die Spargelsaison begonnen. Wegen des bislang zu kühlen Wetters hatte sich der Erntebeginn um etwa zehn Tage verzögert. Spargelkönigin Grit Schubert stach die ersten Stangen des begehrten Edelgemüses.
Die 15 Betriebe in um Beelitz bauen ihren Spargel auf einer Fläche von 640 Hektar an, das sind 80 Hektar mehr als im vergangenen Jahr. “Wir wollen schließlich auch die Hamburger Region und das Ruhrgebiet beliefern”, sagte der Vorsitzende des Beelitzer Spargelvereins, Manfred Schmidt. Der Großteil des Spargels aus Beelitz – rund 70 Prozent – geht aber nach Berlin. In diesem Jahr rechnen die Spargelhöfe mit einem Ertrag von 3.500 Tonnen.
Der gestochene Spargel muss mindestens 25 Zentimeter lang sein. Erst dann kann er von den Sortiermaschinen auf 22 Zentimeter, die genormte Länge für den Spargel, gekürzt werden. Auch in diesem Jahr kommen die rund 1.500 Spargelstecher vor allem aus Polen, aber auch aus Tschechien und Kroatien. “Deutsche Spargelstecher sind eine vom Aussterben bedrohte Art”, sagte Manfred Schmidt. Das frühe Aufstehen und die mühevolle Handarbeit würden viele Einheimische davon abhalten, diese Arbeit anzunehmen.
