Die Munich Strategy Group (MSG) veröffentlicht eine Studie zu den Veränderungen der Nahrungsmittelindustrie durch Fleischersatzprodukte und Handlungsfeldern zur Nutzung daraus entstehender Wachstumschancen. Es wird der Wandel weg von Produkten aus Massentierhaltung durch anhaltende Metatrends beleuchtet, deren Einfluss auf die Akteure entlang der Wertschöpfungskette erläutert, sowie Handlungsfelder für Nahrungsmittelhersteller in der Fleisch- und Wurstwarenindustrie abgeleitet.
Fleisch ohne Tier wird massenmarktfähig
Durch die steigende Transparenz der Wertschöpfungskette spielen zunehmend normative Kaufentscheidungskriterien der Konsumenten eine Rolle. Damit einher geht die Forderung nach Nahrungsmitteln, die „gut für mich und gut für den Planeten“ sind. Dies führt dazu, dass die technologische Entwicklung intensiviert wird und Produkte auf den Markt kommen, die immer schwerer von echten Fleisch- und Wurstwaren zu unterscheiden sind.
Handel und Konsumenten machen Druck
Die bereits ausgeprägte Praxis der Hartdiscounter, aufkommende Konsumententrends proaktiv aufzunehmen (z. B. Tierwohl-Initiative) wird die Entwicklung hin zu mehr und besseren Fleischersatzprodukten weitertreiben. Gleichzeitig steigt damit die Nachfrage nach Fleischersatzprodukten, die sowohl die Anforderungen an Geschmack als auch Clean-Label Kriterien erfüllen.
Tiefgreifender Wandel
Die Fleisch- und Wurstwarenindustrie ist bedeutenden Veränderungen ausgesetzt, der Konsum von Fleisch- und Wurstwaren wird in den nächsten 20 Jahren um bis zu 40 % abnehmen. Gewinner dieser Entwicklung sind Hersteller regionaler, hochwertiger Fleisch- und Wurstwaren, aber vor allem die Anbieter von Fleischersatzprodukten.
War dieses Segment vor wenigen Jahren fast ausschließlich als Alternative für Veganer und Vegetarier zu verstehen, sind heute bereits Hamburger, Aufschnitt oder Grillwürste ohne Fleisch zu Massenmarktprodukten aufgestiegen. Die großen, gesellschaftlichen Trends und die technologische Entwicklung haben dies ermöglicht, die Erfolgsstory der Fleischersatzprodukte steht erst am Anfang. Neben den damit einhergehenden Absatzminderungen birgt diese Entwicklung aber auch neue Wachstums- und Ertragschancen für die Fleisch- und Wurstwarenindustrie. Durch die neue Dynamik entstehen Potentiale, sowohl mit Fleisch- als auch Fleischersatzformaten im Markt.
Anhand von eingehender Projekterfahrung, unabhängigen Experteninterviews und Daten zu Konsumenten und Markt wird ein Bild des Marktumfeldes 2037 skizziert. Hieran schließen sich Handlungsfelder für die Ausrichtung auf das sich verändernde Marktumfeld an. Die vollständigen Ergebnisse der Studie können angefordert werden unter: Munich Strategy, Daniela Süss, Telefon (089) 125 015 90, presse@munich-strategy.com
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