Haben die Deutschen ein Nationalgericht? Essen alle tatsächlich Bratwurst und Sauerkraut? Oder doch lieber Spätzle, Kassler oder Frikadellen?
Ursula Heinzelmann beleuchtet die Historie der Esskultur einer Region, die erst seit dem 19. Jahrhundert zu einem Nationalstaat wurde und geprägt ist von den unterschiedlichsten Einflüssen der älteren und jüngeren Geschichte. Die Autorin untersucht Bier- und Brezelklischees, gibt Einblick in kulinarische Vorlieben im geteilten Deutschland und zeigt auf, welch vielfältige Ursprünge die heutigen Lieblingsgerichte haben – immer auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: Was is(s)t Deutschland?
Als die englische Originalausgabe von „Was is(s)t Deutschland“ 2014 in Großbritannien erschien („Beyond Bratwurst – a History of Food in Germany“), nominierten es Kritiker unmittelbar zu einem der ‚Food Books of the Year‘. The Times Literary Supplement schrieb: „Mit ihrem Buch voller faszinierender Details für Historiker, Gourmets und Reisende zeigt Ursula Heinzelmann Einfühlvermögen für die kulinarischen Entwicklungen in jenem Landstrich, den wir heute Deutschland nennen.“
Zur Autorin: Ursula Heinzelmann hat als gelernte Köchin, Sommelière und Gastronomin ihren Arbeitsbereich ab 2001 erweitert und ist seitdem als freie Journalistin und Autorin auf dem Gebiet der Kulinarik und des Weins tätig. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht; außerdem schreibt und forscht sie zum Thema Food-Historie, etwa im Rahmen des „Oxford Symposium on Food and Cookery“. Wenn sie nicht in der Weltgeschichte herumreist – um regionale Schmankerl möglichst vor Ort zu erleben – wohnt sie in Berlin.
U. Heinzelmann: Gourmet Edition: Was is(s)t Deutschland. Wiesbaden: Tre Torri Verlag, 432 S., 39,90 €
Foto: Tre Torri Verlag