Welche Ethno-Trends haben Bestand?

Dabei spielen aber nicht nur die klassischen Burgerbratereien eine wichtige Rolle, sondern auch Take-away-Ketten wie Subway, Nordsee, Le CroBag oder Yum! finden sich unter den Top 30. Zwei entscheidende Faktoren für den Erfolg all der Dinge, die man entweder mitnehmen oder, etwa bei Veranstaltungen, aus der Hand essen kann, sind Zeitersparnis und Wellness. Konsumforscher begründen es so: Die Menschen haben keine Zeit oder Muße mehr, sich zum Essen in aller Ruhe hinzusetzen, sondern nehmen ihre Mahlzeiten quasi im Vorbeigehen ein. Hierbei haben oft Ethno-Food-Richtungen die Nase vorn. Im Alltag begegnen Sushi-Tempel, japanische Bars, thailändische Garküchen, oder auch Frische-Läden mit Wraps und Salaten diesem Konsumbedürfnis. Dieses Essen ist nicht nur schnell zubereitet und/oder gut aus der Hand zu essen, sondern vor allem gesund und kalorienarm. Schlank, schön und schnell – das gilt beim Essen genauso wie im restlichen Leben der meisten Gäste. Durch ihre Leichtigkeit, die schonende Verarbeitung von viel Gemüse und Salat können asiatische und mediterrane Küche beim Segment der Eiligen und Schönen punkten und werden gemeinhin als große Ethno-Gewinner angesehen. Kein Wunder, dass also auch eine ganz neue mediterrane Nische auf Anhieb ein Erfolg wurde: Das Franchise-Unternehmen „Vapiano“, das unlängst den Foodservice Preis für das beste gastronomische Konzept der letzten Jahre erhielt, setzt auf italienische Küche in Stakkato-Produktion, aber mit Designerambiente, Front-Cooking und edlen Rezepten. „Fast Casual“ heißt diese Ecke, die auch dem smarten Businessmenschen den Gang zum Fast Food ermöglicht. Acht Restaurants eröffnete Vapiano seit ihrer Gründung im Herbst 2002 und ein Ende der Franchise-Expansion ist noch lange nicht in Sicht – als nächstes steht die Eröffnung eines Hauptstadt-Restaurants an. Kulinarisch betrachtet bieten die mediterranen Systemgastronomen das Sortiment der klassischen Pizzeria: Pasta, Pizza, Salat, Dolci (Nachspeisen). Das Besondere sind hausgemachte Nudeln und vor den Augen des Gastes zubereitete Soßen und Pizze aus frischen Zutaten. „Edel und Flott“ funktioniert – auch bei der Kalkulation, denn kein Gericht kostet mehr als zehn Euro.

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