Zusammenarbeit in der Ernährungs- und Lebensmittelforschung

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und das Max-Rubner Institut (MRI), Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, wollen zukünftig ihre Zusammenarbeit noch weiter intensivieren. Bereits am 3. November vergangenen Jahres unterzeichneten der Präsident der CAU, Professor Lutz Kipp, und der Präsident des MRI, Professor Gerhard Rechkemmer, einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

 

Beide Institutionen forschen intensiv zu Themen wie Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit. Die Kooperation der Universität Kiel und des Max Rubner-Institutes bietet jetzt die Chance, über einzelne Projekte hinaus die gesamte Kette von der agrarischen Produktion bis zur Auswirkung bestimmter Lebensmittel auf den Menschen wissenschaftlich zu betrachten. Dabei bringt die CAU ihre besondere Kompetenz in Sachen Pflanzenzüchtung oder Tierernährung ein, das MRI seine große Erfahrung auf dem Gebiet der Lebensmittelforschung. Von verschiedenen Seiten aus betrachten beide Institutionen die menschliche Gesundheit. Hier liegt ein Schwerpunkt der Universität Kiel bei der Betrachtung der genetischen Voraussetzungen, während das Max Rubner-Institut in seinem Forschungsbereich „Metabolomics“ intensiv daran arbeitet, den Einfluss der verschiedenen Ernährungsweisen auf den gesunden Menschen zu näher kennenzulernen.

 

Professor Eberhard Hartung, Dekan der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der CAU, beschreibt die Vorteile der neuen Kooperation wie folgt: „Durch die Kooperationsvereinbarung mit dem MRI kann die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der CAU ihre an der Produktionskette der Erzeugung bis zum Verbrauch von Lebensmitteln orientierten Forschungsschwerpunkte in idealer Weise vertiefen und erweitern. Dies gilt insbesondere für die beiden ‚regionalen Besonderheiten Milch und Fisch‘. Durch eine verstärkte beiderseitige Vernetzung können sowohl bereits bestehende gemeinsame Forschungsaktivitäten weiter ausgebaut und neue Themenbereiche erschlossen, sowie Infrastruktur synergetisch und effizient genutzt werden.“

 

Hauptsitz des MRI ist Karlsruhe, weitere Standorte sind Detmold, Kulmbach und Kiel. Traditionell besteht bereits eine gute Zusammenarbeit der beiden Kieler Institute, Institut für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch und Institut für Mikrobiologie und Biotechnologie, mit der CAU. Laut MRI-Präsident Rechkemmer soll die Kooperation in Zukunft nicht auf diese Institute begrenzt bleiben: „Ich sehe die Kooperationsvereinbarung nicht auf den Kieler Standort beschränkt, sondern freue mich darauf, in Zukunft auch die wissenschaftliche Kompetenz anderer Institute stärker miteinzubringen.“ Neuland ist auch dies für beide Institutionen nicht: So lieferte das Institut für Ernährungsverhalten, Standort Karlsruhe, schon wichtige Daten aus der Nationalen Verzehrsstudie II für ein Forschungsprojekt der Universität Kiel. Der Kooperationsvertrag umfasst somit auch zukünftige Vereinbarungen im Bereich Forschung und Lehre, Nachwuchsförderung, Mitnutzung von Infrastruktureinrichtungen, Mitwirkung in Berufungsausschüssen und gemeinsame Berufungsverfahren.

 

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