Fleischerhandwerk: Überraschende Ergebnisse trotz ungünstiger Ausgangslage

Frankfurt am Main. Trotz ungünstiger Ausgangssituation konnte das Fleischerhandwerk in Deutschland bis zur Jahresmitte gute Ergebnisse vermelden. Bei den bisher vom Deutschen Fleischer-Verband verarbeiteten Daten ist eine durchschnittliche, aber stabile Umsatzentwicklung über alle Umsatzgrößenklassen in Höhe von 0,2 Prozent zu beobachten. Damit liegt die Umsatzentwicklung auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Leistungsstarke Betriebe mit über 1.500.000 Euro durchschnittlichem Jahresumsatz konnten ein Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode verbuchen. Kleine und Kleinstbetriebe der Umsatzgrößenklasse bis 500.000 Euro mussten hingegen einen durchschnittlichen Umsatzverlust von 2,9 Prozent hinnehmen. Beim Betriebsergebnis ergab sich ein guter Durchschnittswert von 12,3 Prozent vom Umsatz, die kleinste Umsatzgrößenklasse konnte hier 16,4 Prozent zulegen, die größte Umsatzgrößenklasse 8,3 Prozent. Ein Indikator für die anhaltende Konsumlaune der Verbraucher ist das Geschäft mit dem Party-Service, das an Bedeutung gewonnen hat: Während im ersten Halbjahr 2008 4,7 Prozent des Umsatzes in diesem Bereich erwirtschaften wurde, waren es im vergangenen Halbjahr bereits 7,3 Prozent. Dabei waren die Ausgangsbedingungen für die Betriebe des Fleischerhandwerks alles andere als ideal. Januar und Februar gelten ohnehin als die mageren Monate im Fleischerhandwerk, darüber hinaus war die gesamtwirtschaftliche Situation zu Jahresbeginn noch stark an die Ausläufer der Krise gebunden. Die lange Kälte- und Schlechtwetterperiode sorgte zusätzlich für einen späten Start der, für die Fachgeschäfte wichtigen, Grillsaison. Als ausgleichender Faktor muss die Fußball Weltmeisterschaft bewertet werden, die im heißen Juni viele Kunden zum Grillen animiert hat.

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