
Am 1. Mai 2004 wurde die bisher umfangreichste Erweiterung der Europäischen Union vollzogen. Im Rahmen der 5. Berliner Runde, im neuen Gebäude der Königlich Niederländischen Botschaft am Spreeufer stattfand, beleuchtete das Informationsbüro der Niederländischen Fleischwirtschaft, Düsseldorf, die verschiedenen Aspekte der EU-Osterweiterung.
Die einhellige Meinung der hochrangigen Experten lautete u.a., dass diese Länder eher import- als exportorientiert sind, zumal die Mehrzahl der neuen EU-Staaten im Osten nur über einen niedrigen Selbstversorgungsgrad verfügt. Aus niederländischer Sicht sollten zwei potenzielle Gefahrenquellen beobachtet werden. Dies sind zum einen die noch vollen Futtermittellager in den Ostländern und zum anderen die möglicherweise durchlässigen neuen Ostgrenzen der EU.
Alles in allem, so das Resümee der Teilnehmer, stellt die EU-Osterweiterung eine große Herausforderung dar. Sich dieser Herausforderung erfolgreich zu stellen, heißt auch, Erfahrungen, wie aus der deutschen Wiedervereinigung, zu berücksichtigen. In der ersten Euphorie verschwanden damals viele Ostprodukte vom Markt, um durch Westmarken ersetzt zu werden. Dieser Fehler sollte in den neuen EU-Ländern nicht wiederholt werden. Das Erfolgsrezept der Experten lautet, die bewährten Ostmarken zu erhalten und nicht als Fremder sondern als Einheimischer aufzutreten.
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vordere Reihe v.l.vn.r.: Henk Smit (Dumeco GmbH), Jaap Pape (Botschaftsrat der Kgl. Ndl. Botschaft), Karl Schmidbauer (Wiesbauer), Martin Gremmer (MG food consulting), Sylvia Deepen (Agrarattaché der Kgl. Ndl. Botschaft), Thomas Wandel (Nölke Fleischwaren Fabrik).
hintere Reihe v.l.n.r.: Claus Dölling (Döllinghareico), Jos Jongerius (Productschappen Vee, Vlees en Eieren PVE), Fons van Leeuwen + Erich Petz (Informationsbüro der Niederländischen Fleischwirtschaft), Hans-Peter Winter (Kaufland Tschechien), Paul Daum (Kaiser’s Tengelmann).