Schwein

Edeka setzt auf regionale Mäster

Seine Märkte im Südwesten beliefert Edeka Südwest Fleisch aus Rheinstetten bei Karlsruhe schon heute ausschließlich mit eigens zerlegtem Schweinefleisch ausschließlich deutscher Herkunft. Dieses entspricht den Vorgaben der Haltungsform-Stufe 2 oder höher. Einer der Schwerpunkte liegt dabei auf dem Markenfleischprogramm „Gutfleisch“. Dabei arbeitet das Unternehmen mit über 400 Landwirten in Bundesländern des Vertriebsgebiets von Edeka Südwest zusammen. Diese profitieren auch in der aktuellen Phase sinkender Marktpreise für Schlachtschweine von einer 2020 eingeführten Preisstützung.

Durch die Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest und die dadurch sinkende Nachfrage aus dem Ausland geraten die Preise für Schweinefleisch aktuell massiv unter Druck. Darunter leiden vor allem die Erzeuger. Bereits 2020 hatte Edeka Südwest daher kurzfristig eine befristete Preisstützungsmaßnahme für die meist familiär geführten Betriebe ihres Regionalprogramms „Gutfleisch“ eingeführt.

Garantierte Abnahmemenge

„Da sich die Situation aktuell weiter anspannt und dadurch Betriebe teils um ihre Existenz bangen müssen, ist unsere Preisstützungsmaßnahme wichtiger denn je“, sagt Andreas Pöschel, Geschäftsführer Edeka Südwest Fleisch. „Den Schweinemästern unseres Regionalprogramms garantieren wir für die angelieferten Schweine weiterhin einen Aufpreis für den Fall, dass die Notierung unter 1,40 Euro/kg Schlachtgewicht fällt. Darüber hinaus gilt eine zugesicherte Abnahmemenge. Das gibt den Landwirten Planungssicherheit“, ergänzt sein Geschäftsführer-Kollege Edwin Mantel. Der aktuelle Marktpreis liegt bei rund 1,30 Euro/kg Schlachtgewicht. Die Mäster geben einen Teil des Mehrerlöses an die Ferkelerzeuger des Programms weiter. Alle Ferkel stammen von Betrieben aus Bundesländern des Vertriebsgebiets von Edeka Südwest, der Großteil aus Baden-Württemberg und Bayern.

Tierwohl & Regionalität

Edeka ist Gründungsmitglied und größter Beitragszahler der Initiative Tierwohl. Die Artikel der Edeka Südwest-Marke „Gutfleisch“ entsprechen seit über einem Jahr den Vorgaben der Haltungsform-Stufe 2 „Stallhaltung plus“. Zusätzlich zu „Gutfleisch“ wurde gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben in der Region auch Markenfleischprogramme mit noch höheren Tierwohlkriterien entwickelt. Dazu zählt seit 2013 im Bereich Schweinefleisch die Marke „Hofglück“, deren Produkte mit zwei von zwei möglichen Sternen des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes gekennzeichnet sind und die höchste Stufe 4 der Kennzeichnung „Haltungsform“ tragen, analog zu Bio-Fleisch. Schwarzwald Bio-Weiderind ist ein weiteres Beispiel für die Regionalprogramme, mit denen der Händler seine partnerschaftlichen und langfristigen Beziehungen zur heimischen Landwirtschaft unterstreicht.

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