Kartellabsprachen galten vor allem Aldi

Die Mitglieder des „Wurstkartells“ haben sich nach Aussagen von Kartellamtspräsident Andreas Mundt (Foto) besonders bei den Preisen für Aldi abgesprochen. Bei einem Streitgespräch mit dem westfälischen Wurstfabrikanten Hans-Ewald Reinert in der WirtschaftsWoche sagte Mundt, die Absprachen hätten besonders dem Discounter gegolten, weil Aldi in der Branche bei der Festsetzung der Verkaufspreise „eine Leuchtturmfunktion“ habe. „Zieht Aldi einen Preis nach oben oder unten, zieht der Rest der Branche relativ schnell nach. Es gab also Absprachen bezüglich des Zeitpunktes, damit möglichst viele Unternehmen gleichzeitig ihre Forderungen stellen“, sagte der Kartellamtspräsident weiter.

 

Reinert, der seine Ankündigung erneuerte, gegen den Bußgeldbescheid zu klagen sieht sein Unternehmen dagegen gar nicht in der Lage, eine größere Rolle bei Preisabsprachen zu spielen. „Ob wir zu Aldi gehen und eine Preiserhöhung fordern, interessiert die doch überhaupt nicht“, sagte er. Reinert räumt zwar ein, Gespräche mit Wettbewerbern geführt zu haben, betonte aber: „Ich war an Absprachen im Sinne des Kartellrechts nicht beteiligt“.

 

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