Als Hilfestellung bezüglich der Listerienfunde der vergangenen Monate bietet der Fleischerverband Bayern nun ein Listerien-Monitoring-Paket an, mit dem der Betrieb auf diese Bakterien untersucht werden kann. Durch die Probenahme an kritischen Stellen, z. B. Kondenswasser am Verdampfer, Arbeitsbretter, Gully etc. kann überprüft werden, wie es um den Betrieb steht. Sind Listerien (Listeria monocytogenes) nachweisbar, können sofort Maßnahmen ergriffen werden. Erfahrungsgemäß sind diese zwar im Betrieb nachweisbar, sie gelangen aber noch lange nicht ins Endprodukt. Der Fleischerverband Bayern empfiehlt ein Monitoringsystem einzurichten, d. h. kritische Stellen mindestens einmal jährlich mittels 5-10 Tupferproben zu untersuchen. Das Listerien-Monitoring-Paket gibt es einzeln oder als Kombination – mit dem evtl. vorhandenen Hygienepaket H+. Es umfasst neben 5 oder 10 Tupferproben, ein Ablaufdiagramm zur Überprüfung des Hygienestatus, und ob ggf. alle Unterlagen/ Dokumentationen vorhanden sind. Ebenso gibt es eine Checkliste, mit der allgemeine Hygieneregeln im Betrieb überprüft werden können, sowie eine Schulung mit entsprechender Dokumentation für die Mitarbeiter. Die Pakete mit Analyse inkl. des Versands in einer Kühlbox und allen Unterlagen kosten: 5 Tupferproben: 169 € (zzgl. MwSt.), 10 Tupferproben: 289 € (zzgl. MwSt.).
Übliche Listerien-Schnelltests einzelner Labore weisen oft nur Listerien allgemeiner Art nach, nicht die für den Menschen gefährliche Listeria monocytogenes. Solche Tests schlagen auch an, wenn „ungefährliche“ Listerien vorhanden sind. Weitere Fragen beantwortet die technisch-technologische Beraterin des Fleischerverband Bayern, Svenja Fries, Tel. (0821) 5 68 61-18. www.fleischerverband-bayern.de
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