Master für Fleischwirtschaft

Ab Herbst 2016 bietet die 1. Bayerische Fleischerschule Landshut gemeinsam mit der Austrian School of Applied Studies (ASAS) den ersten MBA-Studiengang „Unternehmensführung“ mit der Spezialisierung „Fleischwirtschaft“ an. Die Kooperation wurde auf der IFFA 2016 besiegelt. Dieser „Brückenschlag“ ermöglicht jungen Fleischermeistern eine neue Perspektive der Weiterbildung. Der Zugang zu dem Fernlehrgang ist direkt mit dem Meisterbrief möglich, ohne vorheriges Bachelor-Studium. Wer zudem eine Fortbildung zum „Geprüften Betriebswirt (HWO)“ bestanden hat, erhält diese Prüfungsleistungen angerechnet: Bis zu 30 der 90 nötigen ECTS-Punkte (Basisstudium: 36, Vertiefungsstudium: 30, Masterarbeit: 24) im Studiengang werden damit erlassen, die Studiendauer auf ein Jahr verkürzt. Der Studienstart ist jederzeit möglich und nicht an feste Semesterzeiten gebunden. Jeder Teilnehmer kann dabei sein Lerntempo selbst bestimmen.

 

Der Lehrgang dauert berufsbegleitend mindestens ein Jahr, im Regelfall zwei Jahre. Er wird per Online-Plattform absolviert; integriert ist zudem eine Präsenzwoche in Landshut (erstmals: Mai 2017), in der Vertiefungsmodule wie Organisation, Personalwirtschaft, Projektmanagement, Strategisches Management und Unternehmensführung im Schwerpunkt-Fachgebiet Fleischwirtschaft unterrichtet werden. Die Studieninhalte sind in elf Modulen zusammengefasst. Sie reichen von Ökonomie über Buchhaltung und Bilanzierung bis zu Marketing und Wirtschaftsrecht. Als Leistungsnachweise müssen die Absolventen schriftliche Modulprüfungen in Form von Seminararbeiten oder 90-minütigen Online-Klausuren ablegen. Der Lehrgang endet mit der Masterarbeit. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Absolventen von der Fachhochschule Burgenland (Eisenstadt/ Pinkafeld) den akademischen Grad „Master of Business Administration“ sowie von der 1. BFS Landshut ein Studiendiplom über die Vertiefung. Der Betrieb des Fernlehr-Campus und die Betreuung der Studierenden im Fernlehrteil erfolgt durch die Weiterbildungs-GmbH der ASAS, bei den Projekttagen vor Ort in Landshut durch die 1. BFS. Finanzielle Förderungen sind auf Bundes- sowie Landesebene möglich; auch steuerlich sind die Weiterbildungskosten absetzbar. Für den Start im Herbst ist ein „Kick-off-Wochenende“ geplant, bei dem die Teilnehmer vom Team der Fleischerschule in die neue Materie eingeführt werden.

 

„Der neue Master-Studiengang ist ein mehrfacher Brückenschlag – zwischen einer staatlichen Schule in Österreich und einer privaten Lehreinrichtung in Deutschland, zwischen Theorie- und Praxisvermittlung, zwischen Fernlehre und traditioneller Ausbildung vor Ort“, lobt Norbert Thumfart, Mitglied im wirtschaftlichen Beirat des Austrian Institute of Management (AIM) der FH Burgenland. Auch der Gedanke eines „European Quality Framework“, das den Meister als gleichwertig mit dem Bachelor einstuft, werde so erstmals in die Praxis umgesetzt und könne als „Initialzündung“ dienen. www.fleischerschule-landshut.de

 

Im Bild (v.l.n.r): Dr. Dr. Martin G. Stieger, Geschäftsführerin Barbara Zinkl, Norbert Thumfart und Georg Zinkl.

 

Foto: 1. BFS

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