Neu: Digitaler Lohnnachweis

Mit dem digitalen Lohnnachweis melden die Arbeitgeber zukünftig die Entgelte, Arbeitsstunden und die Anzahl der Beschäftigten bei der Unfallversicherung. Der Nachweis ist die Grundlage für die Berechnung des Beitrags zur gesetzlichen Unfallversicherung. Rechtsgrundlage für das neue Verfahren ist das 5. SGB IV-Änderungsgesetz, das der Deutsche Bundestag Ende 2014 verabschiedet hat.

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre Beschäftigten gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten bei der zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse zu versichern. Den Beitrag berechnen die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung anhand der Lohndaten, die der Arbeitgeber meldet. Bislang geschah dies mit Hilfe eines Formulars auf Papier oder online über das Extranet des Unfallversicherungsträgers. Der Vorteil der neuen Vorgehensweise: Der Arbeitgeber kann den Lohnnachweis nun direkt mit Hilfe seiner Software zur Entgeltabrechnung erstellen und verschicken. Das verringert den Aufwand und das Risiko, Fehler bei der Datenübertragung zu machen.

Datenabgleich notwendig
Bevor der erste digitale Lohnnachweis ausgefüllt wird, ist zunächst ein automatisierter Abgleich der Unternehmensdaten notwendig. So wird sichergestellt, dass nur Meldungen mit korrekter Mitgliedsnummer und veranlagten Gefahrtarifstellen übermittelt werden. Der Abruf erfolgt aus dem Entgeltabrechnungsprogramm, das im Unternehmen verwendet wird. Dieser Abruf muss aktiv durch den Nutzer angestoßen werden. Das kann ab 1. Dezember 2016 geschehen. Die entsprechenden Zugangsdaten werden Ihnen von der BGHW Ende November 2016 per Post zusammen mit dem jährlichen Lohnnachweisvordruck übersandt.

Wenn Steuerberater oder andere Dienstleister mit der Meldung beauftragt sind, sollten die Zugangsdaten an diese weitergeleitet werden. Die Zugangsdaten umfassen neben der Betriebsnummer des Unfallversicherungsträgers auch die Mitgliedsnummer des versicherten Unternehmens sowie eine PIN. Arbeitgeber, die bis Anfang Januar kein solches Schreiben erhalten haben, wenden sich bitte an das Servicecenter der BGHW, Telefon (0621) 53 39 9 001, oder schicken eine E-Mail an mitgliederservice@bghw.de. Falls kein systemgeprüftes Entgeltabrechnungsprogramm benutzt wird, ist für die Abgabe der Meldung eine systemgeprüfte Ausfüllhilfe zu verwenden.

 

Parallelverfahren für die Beitragsjahre 2016 und 2017
In einer zweijährigen Übergangsphase muss für die Meldejahre 2016 und 2017 zusätzlich zum digitalen Lohnnachweis dieser in den bisher bekannten Verfahren – als Papierausdruck oder über das Extranet – abgegeben werden, um das neue UV-Meldeverfahren ausreichend erproben zu können. Während der Übergangszeit werden die Beiträge auf der Grundlage des bisherigen Verfahrens berechnet. Ab dem Beitragsjahr 2018 sollen Unternehmer die gezahlten Lohnsummen ausschließlich über den elektronischen Meldeweg übermitteln. Weitere Informationen zum neuen UV-Meldeverfahren gibt es online unter www.bghw.de

Foto: Colourbox.de

Meist gelesene Artikel

News
Multivac: Über 70 neue Nachwuchskräfte
News
Zweites Leben für Fleischverarbeitungsmaschinen von Esro
News
Fleischerschule Augsburg: Kurse 2027
News
Lanitech öffnet die Türen
News
Naturdarmbranche behauptet sich

Das könnte Sie auch interessieren:

FH Fleischer-Handwerk 5/2026 ist da!

Die Ausgabe 5/2026 von FH Fleischer-Handwerk ist erschienen und hält wieder eine ganze Reihe spannender Inhalte und authentischer Reportagen bereit.......

Tag der Regionen 2026

Unter dem Motto „Nah versorgen – Gut für morgen“ lädt die Aktion „Tag der Regionen 2026“ an 1.367 Veranstaltungen in...

Freisprechung in München

Im Münchner „Zunfthaus“ wurden 88 Auszubildende aus den Berufen Metzger/in und Fleischerei-Fachverkauf von ihren Lehrlingspflichten freigesprochen. Sie absolvierten ihre Ausbildung...

Lanitech öffnet die Türen

Mit der offiziellen Eröffnung der neuen Geschäftsräume vollzog Lanitech auch räumlich den Zusammenschluss der Poly-clip System Deutschland Vertriebs- und Service...
Feuerwehr-Salami zurück im Handel

Edeka: Die Feuerwehr-Salami ist zurück

Edeka Nordwest bringt die Feuerwehr-Salami zurück in die Märkte. Pro verkaufter Packung fließt 1 Euro an Jugendfeuerwehren in Norddeutschland....

Zweites Leben für Fleischverarbeitungsmaschinen von Esro

Für Fleischverarbeitungsbetriebe kann die Anschaffung neuer Maschinen hohe Kosten und lange Lieferzeiten bedeuten. Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit:...