Smartphone als Assistent beim Lebensmitteleinkauf?

Der Informationsbedarf beim Lebensmitteleinkauf ist hoch – das Smartphone kann hier Abhilfe schaffen.


Verbraucher wissen zu wenig über Lebensmittel. Skandale bestimmen die Schlagzeilen; über strenge Kontrollen wissen die wenigsten Bescheid. So ist der Informationsbedarf groß und welches Gerät wäre nicht besser geeignet, um beim Einkauf schnell Informationen über Zusammensetzung der Lebensmittel einzuholen, als das Smartphone?

26 Prozent der Verbraucher wollen Informationen über Lebensmittel mit ihrem Smartphone abrufen, wenn Sie beim Einkauf vor dem Regal stehen. Damit landet im Branchenranking die Kategorie Lebensmittel direkt hinter Elektronik-/Technikprodukte auf Platz zwei, noch vor Möbel, Bau- und Heimwerkerzubehör und Kleidung. Zu diesem interessanten Ergebnis kommt eine Sonderauswertung einer internet-repräsentativen Studie, die das Online-Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß Consulting im Auftrag der Internet World Messe durchgeführt hat. Über 7.000 deutsche Internet-Nutzer wurden über ihr Interesse an der Nutzung ihrer mobilen Geräte beim Einkaufsbummel durch Läden, Kaufhäuser und Einkaufszentren befragt.

Überproportionales Interesse für Lebensmittel

Die Sonderauswertung ergab zudem einige interessante Aspekte hinsichtlich der Smartphone-Nutzer, die sich über ihr mobiles Gerät über Lebensmittel informieren wollen. Sie sind überproportional an der Nutzung des Smartphones während des Einkaufens interessiert im Vergleich zu durchschnittlichen Smartphone-Usern. 83 Prozent wollen Preise vergleichen, 65 Prozent wollen Kundenbewertungen während des Einkaufens lesen. Die Vergleichswerte der Smartphone-Nutzer in Deutschland: 64 Prozent wollen Preis vergleichen, 43 Prozent wollen Bewertungen lesen.

Gefragt nach den konkreten Einsatzmöglichkeiten des Smartphones während des Einkaufs, zeigt sich die Zielgruppe, die Informationen über Lebensmittel via Smartphone abrufen möchte, sehr aufgeschlossen: 46 Prozent könnten sich vorstellen, ihre mobilen Begleiter zu nutzen, um bestimmte Produkte in einem Geschäft, Einkaufszentrum o.ä. aufzufinden. 45 Prozent wollen ihr Smartphone als Einkaufsassistent nutzen, z.B. um Einkaufslisten in einer sinnvollen Reihenfolge abzuarbeiten. Ebenfalls 45 Prozent haben Interesse, ihr Smartphone als Preis-Scout einzusetzen, d.h. um Info über Sonderangebote, Rabatte von Geschäften in der Umgebung einzuholen. Und 40 Prozent wollen beim Betreten eines Geschäfts über die dortigen aktuellen Sonderangebote via Smartphone informiert werden.

Ein Großteil der Befragten sieht es dabei als Vorteil, aufkommende Fragen schnell selbst mit dem Smartphone zu klären und nicht auf das Verkaufspersonal angewiesen zu sein. 44 Prozent finden es demnach gut, dadurch Zeit zu sparen, z.B. weil man nicht auf Verkäufer bzw. Kassierer warten muss. 36 Prozent finden es vorteilhaft, von Verkäufern unabhängig zu sein. Eine Hürde hinsichtlich der Technik wird dabei nicht gesehen. Mehr als ein Drittel findet es nicht zu aufwändig, wenn sie sich dafür extra eine App oder ein Programm installieren müssen.

Konzepte für stationäre Händler

Die Frage, wie die Verbindung von realer und virtueller Welt im Einzelhandel in Zukunft aussieht und wie sich die Vorzüge des Online-Kaufens, die Verbraucher längst gewohnt sind, auf innovative Art und Weise in den stationären Handel integrieren lassen, ist zentrales Thema der Internet World Messe am 24./25. März 2015 in München. Im Rahmen einer Sonderausstellung werden im „Internet World Shop“ interaktive Weinregale, vernetzte Umkleidekabinen, Touchdisplays und mehr innovative Technik in Halle B1 auf dem Münchener Messegelände gezeigt.

 

www.internetworld-messe.de

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