Bern. Dazu zählen auch Fleisch und Wurstwaren, die von Tieren stammen, die artgerecht aufgewachsen sind und einer ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft entstammen. Kriterien, die z. B. auch Schweizer Fleischspezialitäten wie das Walliser Trockenfleisch (g.g.A.), die St. Galler Kalbsbratwurst (g.g.A.) und die Waadtländer Saucisson (g.g.A.) traditionell erfüllen.
Jungtiere werden dort in Gruppen gehalten und oft gealpt. „Dies ist kein Klischee oder Trend, sondern gelebte Kultur", erklärt Peter Christen, Leiter Klassifizierung und Märkte, Proviande. Die naturnahe und tiergerechte Haltung genießt in der Schweiz einen hohen Stellenwert und ist, zusammen mit dem traditionellen Fleischerhandwerk, die Voraussetzung für exzellente Fleischspezialitäten.
Schon heute sind 60 % der Schweizer Betriebe im QM-Schweizer Fleisch integriert. Das Qualitätsmanagement-Programm garantiert, dass die Tiere umwelt- und tierschutzkonform gehalten werden. Die restlichen 40 % der landwirtschaftlichen Betriebe arbeiten nach den noch strengeren Vorschriften verschiedener Labelprogramme. Darüber hinaus fördert der Staat die verantwortungsvolle Haltung – z. B. mit den Programmen „besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme" (BTS) oder „regelmäßiger Auslauf von Tieren im Freien" (RAUS). Vier von zehn landwirtschaftlichen Betrieben entsprechen den Anforderungen von BTS, ein Großteil davon auch den anspruchsvollen RAUS-Kriterien. www.proviande.ch
mth/ Redaktion fleischnet
Foto: Proviande