Überfall auf Metzgerei meistern

Bundesweit gibt es fast täglich Raubüberfälle auf Metzgereien. Während die Betriebe wirtschaftlicher Schaden trifft, erleiden die Mitarbeiter oft seelische Verletzungen. Überfälle am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg können laut BGN als Arbeitsunfälle anerkannt werden. Um langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen sollten seelische Verletzungen, die durch einen Überfall entstanden sind, direkt medizinisch abgeklärt, betreut und ggfs. behandelt werden. Dafür ist es wichtig, dass sich Überfallopfer umgehend der zuständigen Berufsgenossenschaft melden. In den sieben bundesweit verteilten BGN-Bezirksverwaltungen gibt es spezielle Ansprechpartner, die sich um Menschen mit einem überfallbedingten psychischen Trauma kümmern und einen schnellen Kontakt zu einem Therapeuten herstellen. Je schneller ein Überfallopfer betreut wird, desto besser lässt sich eine Traumatisierung verhindern. Beginnt die Behandlung mit zeitlicher Verzögerung, ist sie meist schwieriger und langwieriger.

 

Überfällen vorbeugen und überstehen

Vorsorge zu treffen ist der erste Schritt Überfälle zu verhindern. Schwachstellen im Betrieb zu analysieren und Abhilfe zu schaffen begrenzt im Fall der Fälle auch den möglichen Schaden. Technische und bauliche Maßnahmen im Innen- und Außenbereich sind am wirksamsten und eine Grundvoraussetzung neben organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen. So erhöhen etwa ungesicherte Türen und unzureichende Beleuchtung das Überfallrisiko deutlich. Sind die baulichen und technischen Maßnahmen umgesetzt, folgen organisatorische. Eine wesentliche Fragen dabei: Wer kann im Notfall helfen oder wie wird schnellstmöglich Hilfe sichergestellt?

Bei einem Überfall stehen alle unter Stress – Opfer und Täter. Die Situation kann eskalieren. Damit das nicht passiert, ist es für Opfer wichtig, sich während des Überfalls richtig zu verhalten. Notfallregel Nr. 1: Ruhe bewahren. Da Ruhe zu bewahren nicht einfach ist, sollte das Verhalten für diese Notsituation vorher geübt werden. Anleitung dazu gibt das BGN-Seminar „Gewaltprävention – Mehr Sicherheit durch Handlungskompetenz in Krisensituationen“. In Vortrag und Rollenspiel erlernen die Teilnehmer Gewaltsituationen mit Hilfe organisatorischer und technischer Maßnahmen vorzubeugen, das richtige Verhalten in der Krisensituation sowie präventive Planung bei der Opferbetreuung.

Weitere Informationen: Arbeitssicherheitsinformation „Gewalt- und Extremereignisse am Arbeitsplatz“ der BGN (ASi 9.02);

BGN-Medienpaket „Überfällen vorbeugen – Überfälle sicher überstehen“. www.bgn.de

 

Foto: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)

Meist gelesene Artikel

News
Lanitech öffnet die Türen
News
Naturdarmbranche behauptet sich
News
Edeka: Die Feuerwehr-Salami ist zurück
News
Freisprechung in München
News
FH Fleischer-Handwerk 5/2026 ist da!

Das könnte Sie auch interessieren:

Gesundheitsreform 2026

Warum die private Krankenversicherung an Bedeutung gewinnt: Die Gesundheitsreform 2026 macht deutlich: Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung steht vor großen...

FH Fleischer-Handwerk 5/2026 ist da!

Die Ausgabe 5/2026 von FH Fleischer-Handwerk ist erschienen und hält wieder eine ganze Reihe spannender Inhalte und authentischer Reportagen bereit.......

Digitale Plattform in Brandenburg

Auf der neuen Vernetzungsplattform www.digioekoregio.com können sich brandenburgische Rindermast- und Fleischverarbeitungsbetriebe präsentieren und passende Partner finden. Damit will das BÖL-Projekt...

KOLBE Foodtec: „Bedienersicherheit liegt uns am Herzen“

„Wir von KOLBE erweitern unser bestehendes Sägen-Portfolio mit unserem neuen Operator Protection System um leistungsstarke und kompakte Sicherheitsbandsägen.“...

Tag der Regionen 2026

Unter dem Motto „Nah versorgen – Gut für morgen“ lädt die Aktion „Tag der Regionen 2026“ an 1.367 Veranstaltungen in...

Freisprechung in München

Im Münchner „Zunfthaus“ wurden 88 Auszubildende aus den Berufen Metzger/in und Fleischerei-Fachverkauf von ihren Lehrlingspflichten freigesprochen. Sie absolvierten ihre Ausbildung...