Volker-Pudel-Preis an Hendrik Haase

Der Publizist, Berater und Kommunikationsdesigner Hendrik Haase erhielt den Volker-Pudel-Preis 2025. Mit dem Preis werden wissenschaftliche und journalistische Arbeiten sowie Projekte aus dem Bereich der zukunftsorientierten Ernährung honoriert. Das Kuratorium der Heinz Lohmann Stiftung wählte den diesjährigen Preisträger aus und würdigte sein Engagement im Rahmen ihres 10. Symposiums im Hamburg mit 10.000 Euro. Hendrik Haase wurde vor gut zehn Jahren u.a. bundesweit als Gründer der transparenten Berliner Metzgerei „Kumpel & Keule“ bekannt. Seit seinem Abschied dort analysiert er komplexe Zusammenhänge der Lebensmittelproduktion, stellt diese verständlich dar und gibt Impulse für die Zukunft.

Dialog und Diskurs

Überreicht wurde der Preis vom Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Reinhard Grandke. „Hendrik Haase bringt Stakeholder aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen – vom Landwirt bis zum Tech-Start-up – und fördert so den Dialog und Diskurs über die Zukunftsentwicklungen unseres Ernährungssystems. Seine vielschichtigen Aktivitäten führen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der gesamten Wertschöpfungskette. Er zeichnet Entwicklungen auf und denkt über den Tellerrand hinaus und setzt damit Themen. Seine Mission ist ‚wachzurütteln‘ und z.B. die Diskussion um die Zukunft des Essens in einer digitalen Welt zu führen. Dieser Einsatz ist besonders auszeichnungs- und förderungswürdig, weshalb sich das Kuratorium der Heinz Lohmann Stiftung für ihn als diesjährigen Preisträger entschieden hat“, sagte Prof. Dr. Grandke.

Dazu der Preisträger: „Wir stehen am Anfang einer kulinarischen Zeitenwende: Algorithmen, Daten und Künstliche Intelligenz prägen längst, wie wir essen, einkaufen und produzieren. Aber die Zukunft unserer Ernährung dürfen wir nicht blind den Maschinen überlassen. Für mich heißt Zukunft, Technologie so einzusetzen, dass sie Vielfalt, Qualität und Verantwortung stärkt. Ich glaube an ein Ernährungssystem, das digital klug ist, aber menschlich bleibt – transparent, nachhaltig und bitte voller Geschmack.”

Debattenanstoßer und Brückenbauer

Hendrik Haase gilt als einer der bekanntesten Food-Aktivisten Deutschlands. Er schreibt und spricht über die Zukunft des Essens in zahlreichen Publikationen sowie auf nationalen und internationalen Bühnen. Er versteht sich selbst als Debattenanstoßer und Brückenbauer – von der Produktion zum Konsum, vom Acker bis zum Teller. Als Berater steht er Unternehmen, der Politik, Institutionen und NGOs zur Seite. So hat er wirkte etwa auch an der Ernährungsstrategie der Bundesregierung. Auf ihn aufmerksam geworden ist das Kuratorium durch das Buch „Food Code – Wie wir in der digitalen Welt die Kontrolle über unser Essen behalten, das Hendrik Haase mit seinem Mitautor Olaf Deininger 2021 veröffentlicht hat. Darin wird thematisiert, wie die Digitalisierung und der Einsatz von KI in der Lebensmittelindustrie Einzug hält und die Art, wie Lebensmittel erzeugt, verteilt, gekauft und genossen werden, verändern. Dabei stellen sie Chancen, aber auch die Gefahren dar. Darauf aufbauend engagiert sich Hendrik Haase aktiv im Bereich Lebensmittelwirtschaft. Er beleuchtet zum Beispiel in TV-Beiträgen oder Podcasts die digitalen Entwicklungen und das Thema KI in der Landwirtschaft, redet über Esskultur und begleitet Institutionen, Politik und Wirtschaft hinsichtlich Kommunikation.

Auf dem Bild oben (v.l.n.r): Prof. Dr. Reinhard Grandke (Kuratoriumsvorsitzender der Heinz Lohmann Stiftung), Renate Grothkopf (Geschäftsführerin der Heinz Lohmann Stiftung), Hendrik Hasse, und Paul-Heinz Wesjohann (Kuratoriumsmitglied der Heinz Lohmann Stiftung).

Heinz Lohmann Stiftung: Die PHW-Gruppe, der die Lohmann & Co. AG (Rechterfeld) angehört, gründete 1997 die gemeinnützige Heinz Lohmann Stiftung GmbH mit Sitz in Rechterfeld in Erinnerung an den Cuxhavener Firmengründer Heinz Lohmann (1901-1975). Die Stiftung fördert die Wissenschaft und Forschung über die Zukunft der Ernährung und des Ernährungsverhaltens sowie die Publikation ihrer Ergebnisse. Die Stiftungsgesellschaft dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken. Sie vergibt ernährungswissenschaftliche Aufgaben an Diplomanden und Doktoranden und unterstützt die wissenschaftliche Forschung an Hochschulen und Instituten und organisiert internationalen Wissenstransfer zu Stiftungsthemen.

Volker-Pudel-Preis: Entsprechend ihrem Auftrag verleiht die Heinz Lohmann Stiftung diese Auszeichnung für wissenschaftliche und journalistische Arbeiten und Projekte, die sich zukunftsorientiert mit Fragen der Ernährung befassen. Der Preis wurde 2010 in Gedenken den langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden Professor Dr. Volker Pudel ins Leben gerufen. Dieser hat die Arbeit der Stiftung – die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Praxis im Bereich der zukunftsorientierten Ernährung – über Jahre hinweg entscheidend geprägt und vorangetrieben.

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