Parmaschinken: Plus im Export

Es sind noch immer die Italiener, die 68 % der Gesamtproduktion von 8.462.000 Parmaschinken in den eigenen Küchen und Restaurants mit Genuss verzehren. Damit weisen die Hersteller der luftgetrockneten italienischen Spezialität aus der Emilia Romagna einen Anteil von 33,5 % am Markt der Rohschinken auf. Diese Bilanz veröffentlichte jetzt das Consorzio del Prosciutto di Parma, der Verband der Parmaschinken-Hersteller.

 

Der weltweite Export von Parmaschinken verzeichnete ein Wachstum von 4 % auf 2.724.000 Schinken (2014: 2.622.000), was nach Schätzungen des Verbandes einem Umsatz von 260 Mio. € entspricht. Der EU-Markt nahm insgesamt 61 % des Exportes auf und konnte 2015 einen leichten Zuwachs von 2,2 % vermelden. Mit einem Exportanteil von 16,7 % steht Deutschland mit 454.141 Parmaschinken nahezu gleichauf mit Frankreich (454.370), gefolgt von Großbritannien mit 337.812 (12,4 %) und Belgien 139.528 (5,1 %).

 

Bemerkenswert sind erneut die Absätze in den USA, dem mit 663.904 Parmaschinken und einem Exportanteil von 21 % führenden ausländischen Markt. Dass auch die Chinesen zu Parmaschinken greifen, ist ein großer Erfolg der Exportbestrebungen der vergangenen Jahre. In 2015 wurden 10.000 Parmaschinken geliefert. „Wir bewerten die Verkäufe in unseren Exportländern, die, mit Blick auf die vergangenen 10 Jahre um 50 % gestiegen sind, als sehr positiv“, kommentiert Vittorio Capanna, Präsident des Verbandes der Parmaschinken-Hersteller, das Ergebnis.

 

Mittlerweile macht die vorgeschnittene Ware in den SB-Regalen des Handels knapp 20 % der Gesamtproduktion aus, und es ist zu erwarten, dass SB auch zukünftig einen wesentlichen Impuls zur Weiterentwicklung des gesamten Segmentes leisten wird. 2015 verzeichneten die Hersteller weltweit einen Anstieg um 6,3 %, das entspricht 79 Mio. Packungen oder 1.582.000 Parmaschinken. In Italien konnte der Abwärtstrend der vergangenen drei Jahre umgekehrt werden mit einem komfortablen Plus von 7,3 % (18 Mio. Packungen). Der EU-Markt verbuchte ein Plus von 5,1 %, Deutschland konnte über 10 % auf 185.000 Packungen zulegen. Die nicht-europäischen Märkte bilanzierten ebenfalls positiv: USA +8,3 %, Kanada +28,5 % und Australien +43,4 %.

 

Um das Interesse an der Schinkenspezialität hoch zu halten, zeichnet das Consorzio del Prosciutto di Parma erneut Fach- und Feinkosthändler sowie Metzgereien aus. Mit dem Titel „Parmaschinken-Spezialist 2016“ belohnt das Konsortium langjähriges Engagement in der Präsentation sowie im Verkauf des luftgetrockneten italienischen Schinkens. Die Ausschreibung läuft noch bis Ende Mai. Gesucht werden Fachhändler und Metzger, die mit dieser Spezialität lange vertraut sind und die wissen und ihren Kunden vermitteln, wie Parmaschinken hergestellt, wie er angeboten und konsumiert wird.

Foto: Consorzio del Prosciutto di Parma

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