Dorfladen Fleisch Hubert Aiwanger Colourbox.de Kzenon

Aus der Heimat für die Heimat

Runder Tisch bei Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) setzt sich gemeinsam mit den Lebensmittelhandwerken für die Nahversorgung in Bayern ein. Vertreter von Dorfläden, Kommunen und Handwerk folgten der Einladung des Wirtschaftsministeriums nach München zu einem Runden Tisch „Zukunft Dorfladen“.

„Bayern hat insgesamt noch eine gute Versorgung mit Lebensmitteleinzelhandelsgeschäften“, schilderte der Wirtschaftsminister die Ausgangssituation. Doch oftmals seien diese nur mit dem Auto erreichbar, lägen nicht im Ortskern und die Produkte seien selten regional.

Nahe Produkte ein Beitrag zur Nachhaltigkeit

„Letztlich“, so Aiwanger, „gibt es doch nichts Besseres und Gesünderes als Fleisch, Brot, Milch, Gemüse, Eier oder Honig aus der Region. Anstatt langer Lieferwege mit Kühlung kommen die Produkte frisch zum Verbraucher.“ Das sei ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Durch den engen Kontakt der Dorfläden zu lokalen Erzeugern wie Bäckern, Metzgern oder Landwirten könnten auch saisonale Wünsche der Kunden schnell umgesetzt werden. Gut geführte Dorfläden mit Café, Poststelle und Bankfunktionen seien auch „zentrale Treffpunkte für Senioren, Jugendlichen und Familien“. Sie leisteten auch einen Beitrag zu mehr Lebensqualität.

Er wolle durch die Unterstützung der Dorfläden dazu beitragen, die Nahversorgung auch in den kleinen Ortschaften wiederherzustellen, sagte der Minister. Zu den rund 190 Dorfläden in Bayern sollen weitere hinzukommen. Sie „stärken die Wirtschaft vor Ort“ und seien die beste Werbung überhaupt: aus der Heimat für die Heimat.

Ammon: Metzger stehen Dorfläden sehr offen gegenüber

Wichtige Partner für die Dorfläden der Zukunft seien die Lebensmittelgewerke. In den 2.000 bayerischen Kommunen stünden das bayerische Bäcker- und Metzgerhandwerk für regionale Erzeugung und regionalen Verkauf frischer Ware.

„Der Verbraucher schätzt regionale Produkte. Das Metzgerhandwerk steht für Fleisch mit Qualität und der kurzen Wege. Daher begrüße ich die angekündigte Fortsetzung des heutigen Austausches über Dorfläden zwischen Wirtschaftsministerium und lokalen Erzeugern. Denn wir stehen den Dorfläden sehr offen gegenüber. Neben dem örtlichen Metzger erhält der Verbraucher eine weitere Einkaufsmöglichkeit für Fleisch- und Wurstwaren aus der Region“, sagte Konrad Ammon, Landesinnungsmeister des Metzgerhandwerks Bayern, zum Thema.

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