Bio-Know-how im Meisterkurs

Im Landesprogramm BioRegio 2030 ist das Ziel festgelegt: Bis 2030 sollen 30 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Bayern ökologisch bewirtschaftet werden. Die Ökopakt-Vernetzungsstelle unterstützt Kooperationen zwischen den Organisationen im Ökopakt und setzt den Aufbau sowie die Stärkung von Bio-Wertschöpfungsketten in Bayern als zentrales Arbeitsfeld. Dazu veranstaltet die LfL regelmäßig Workshops mit Ökopakt-Partnern sowie Info-Veranstaltungen. Zu den Mitgliedern des Ökopaktes zählen Verbände, Kommunen, Unternehmen und eine Hochschule; sie bringen die Perspektiven ihrer Bereiche ein.

Bio-Fleisch mit Potenzial

Die Projektbetreuung liegt bei Holger Reising und Franziska Weiß von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Zusammen mit Sabine Bovensiepen von der Bildungsoffensive Ökolandbau an der Staatlichen Führungsakademie in Landshut wurde nun die 1. Bayerische Fleischerschule Landshut gewonnen, künftig ein Ökomodul im Rahmen der Meisterausbildung zu integrieren. „Der Anteil von Bio-Ware beim Fleisch lag sehr lange Zeit bei 1 %, seit der Corona-Pandemie hat er sich mehr als verdreifacht auf 3,5 %“, erläutert Holger Reising, „Bei Eiern sind es heute schon rund 16 %. Es gibt also noch Potenzial.“ Barbara Zinkl-Funk, geschäftsführende Gesellschafterin der Fleischerschule, zeigt sich optimistisch und führt das Ökomodul ein, das ab Januar 2026 verpflichtend in den Kursen verankert wird: Es besteht aus einem halben Tag Theorie und einem Tag Praxis.

Nachhaltige Produktion im Trend

„Die angehenden Metzgermeisterinnen und Meister müssen alle aktuellen Marktentwicklungen kennen, um zukunftsfähige Konzepte und Strategien für ihr Handwerk entwickeln zu können“, sagt Barbara Zinkl-Funk, „dazu zählt natürlich auch der Bio-Sektor.“ Die Initiative käme deshalb zu einem Zeitpunkt, in dem der Bio-Markt in Deutschland wächst und Verbraucher zunehmend Wert auf nachhaltige Produktion legen. Darauf wolle man mit dem neuen Modul gezielt reagieren und die Führungskräfte, aber auch das Landesprogramm unterstützen.

Im Bild oben (v.l.n.r.): Fachlehrer Michael Spitzauer, Barbara Zinkl-Funk, Holger Reising, Projektleitung der Bildungsoffensive Ökolandbau, Sabine Bovensiepen und Fachlehrer Benedikt Stammler.

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