Kaniber Hauk Schweinefleisch

Perspektiven für Schweinefleisch aufzeigen

Spitzengespräch der Minister mit dem Lebensmitteleinzelhandel

Vor dem Hintergrund der derzeitigen angespannten Marktsituation für Schweinefleisch haben die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (Bild o.) und der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, sich am vergangenen Freitag, 26. Februar 2021, mit führenden Unternehmen des süddeutschen Lebensmitteleinzelhandels im Rahmen einer Videokonferenz ausgetauscht. „Es geht nun darum, den Blick nach vorne zu richten und unseren Erzeugerinnen und Erzeugern Perspektiven für eine zukunftsfähige Schweinefleischerzeugung und -vermarktung aufzuzeigen“, so die beiden Minister in einer anschließenden gemeinsamen Mitteilung.

Dem Lebensmitteleinzelhandel komme hierbei eine wichtige Rolle zu. Die Minister waren sich einig, dass Wertschöpfung und -schätzung untrennbar miteinander verbunden sind. Dies schließe auch eine Werbung im Lebensmitteleinzelhandel ein, die nicht den Preis in den Vordergrund stellt, sondern zum Beispiel die Erzeugungsmethode.

Chancen für regionale Wertschöpfung von Schweinefleisch

Die ähnlichen Produktions- und Verarbeitungsstrukturen sowie der hohe Stellenwert regionaler Produkte in Baden-Württemberg und Bayern bieten den Landwirtschaftsministern zufolge zahlreiche Chancen für den weiteren Aufbau von regionalen Wertschöpfungs- und Lieferketten. Kaniber verwies auf die erfolgreichen Qualitätsprogramme der Länder: „Mit unserem Qualitäts- und Herkunftszeichen ‘Geprüfte Qualität – Bayern’ haben wir eine breite und tragfähige Basis geschaffen. Der Lebensmitteleinzelhandel hat Bereitschaft signalisiert, uns sowohl bei der Absatzförderung und Weiterentwicklung zu unterstützen als auch weitere Programme für heimisches Qualitätsschweinefleisch zu etablieren.“

Gemeinsam Qualitätsprogramme vorantreiben

Laut Hauk soll die Weiterentwicklung vor allem im Bereich der Qualitätsprogramme gemeinsam weiter vorangetrieben werden: „Unseren schweinehaltenden Betrieben im süddeutschen Raum eröffnen wir hierdurch zahlreiche Möglichkeiten für einen verbesserten Marktzugang. Insgesamt beobachten wir eine steigende Nachfrage nach regional erzeugten Lebensmitteln. Es gilt, diesen Trend auch für unsere Schweinefleisch erzeugenden Betriebe in Baden-Württemberg und Bayern bestmöglich zu nutzen. Unser Ziel ist es, die heimische Nutztierhaltung und die regionale Schlachtung zu stärken. Dreh- und Angelpunkt ist dabei eine Unterstützung durch den Handel und die Verbraucher, auf die unsere Bauern unbedingt angewiesen sind.“

Erfreut zeigten sich die Minister, dass unabhängig vom Wettbewerb viele Gemeinsamkeiten sichtbar geworden sind. Einig war man sich im Wunsch, den Dialog ergänzt um weitere Teilnehmer fortzusetzen. In einem nächsten Schritt sollen deshalb weiteren Akteure der Wertschöpfungskette Fleisch einbezogen werden.

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