
Der Ehrenkodex eines Eurotoques-Chefs verbiete den Einsatz von Gentechnik ebenso wie den von chemisch übermäßig belasteten Produkten, Geschmacks verstärken!, Konservierungsmitteln und anderen minderwertigen und für die menschliche Ernährung nicht geeigneten Materialien.
Eurotoques-Chefköche unterstützen deshalb auch die Initiative "Save our Seeds" zur Reinhaltung des herkömmlichen Saatguts von gentechnisch veränderten Sorten und fordern den Bundeskanzler auf, sich für ein Reinheitsgebot für Saatgut einzusetzen. Der Verbraucher müsse weiterhin die Wahlfreiheit zwischen gentechnisch veränderten und naturbelassenen Produkten haben. In der in Brüssel am kommenden Montag zur Abstimmung stehenden Gentechnik-Saatgutrichtlinie der EU-Kommission würde dagegen eine ungekennzeichnete Verunreinigung von biologischem und konventionellem Saatgut mit genmanipulierten Sorten bis zu 0,7 ° b EU-weit zur Norm gemacht.
"Saatgut steht am Anfang all unserer Ernährung und birgt eine Jahrtausende alte Kultur des guten Geschmacks" sagte Schassberger, "die darf nicht über Nacht von ein paar Gentechnikkonzerne zunichte gemacht oder auch nur gefährdet werden. Der Schutz des Saatgutes und die Bewahrung seiner regionalen Vielfalt in Europa ist deshalb für uns Köche, die ihren Gästen hochwertige, frische und naturbelassene Produkte anbieten, von vitalem Interesse. Und er sollte auch all unseren Gästen am Herzen liegen."
Schassberger trug seinen Protest dagegen, dass gentechnisch veränderte Produkte durch Verunreinigung des Saatguts den Verbrauchern untergeschoben und den Landwirten aufgezwungen werden sollen gemeinsam mit seinen Berliner Kollegen stellvertretend für alle Kollegen in Deutschland vor.
Anwesend waren unter anderen der Eurotoques-Küchenchefs des Adlon und "Kanzler-Koch" Rainer Sigg, Eurotoques-Chef Markus Herbicht vom Westin Grand, Andreas Klitsch vom Restaurant Aigner; Eurotoques-Chef Andrea Giraa von "Ana e Bruno", Eurotoques-Chef Michael Mödig vom Hotel Großer Kurfürst und Tim Raue vom Swissôtel Restaurant 44.