Parmaschinken Made Green in Italy

„Zukunftsfähig sein und bleiben”

Projekt zur ökologischen Transformation

Im Jahr 2022 startete der Verband der Parmaschinken-Hersteller mit Sitz in Parma in Zusammenarbeit mit dem Politecnico di Milano, Enersem und der Zertifizierungsstelle CSQA ein weitreichendes Projekt.Dessen Ziel: die ökologische Transformation in den Herstellungsbetrieben von Parmaschinken weiter zu forcieren. Zunächst galt es, den ökologischen Fußabdruck jedes Unternehmens zu berechnen. Dabei wurde auf die PEF-Methode (Product Environmental Footprint) zurückgegriffen, ein von der Europäischen Kommission zur Verfügung gestelltes Tool zur Messung und Bewertung der Umwelteinflüsse von Produktionstätigkeiten.

Parmaschinken „Made Green in Italy“

Auf der Grundlage der in dieser ersten Phase verarbeiteten und gesammelten Daten konnte das Consorzio beim Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit (MASE) die sogenannten Produktkategorie-Regeln (RCP) einreichen, die für alle Rohschinken mit geschützter Ursprungsbezeichnung gelten und ein Referenz-Umweltprofil für diese Produktkategorie festlegen. Dieser Schritt war notwendig, um für Parmaschinken die Aktivierung des Systems „Made Green in Italy“ zu beantragen, des vom MASE geförderten nationalen Zertifizierungssystems für den ökologischen Fußabdruck von Produkten.

In der letzten Phase dieses Projektes wurde auf Veranlassung des Verbandes eine Software zur Berechnung und Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks entwickelt und den Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt. Diese Software ermöglicht es den Produzenten, ihre eigenen ökologischen Parameter besser einzuschätzen, liefert maßgeschneiderte Maßnahmen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks ihrer Erzeugnisse im eigenen Betrieb und gibt darüber hinaus wertvolle Informationen zur Energieeffizienz.

„Zukunftsorientiertes Instrumentarium“

Dazu Alessandro Utini, Präsident des Consorzio del Prosciutto di Parma: „Der Wert einer traditionellen Spezialität wie Parmaschinken wird sicherlich auch an ihrer Fähigkeit gemessen, zukunftsfähig zu sein und zu bleiben. Wir, die Hersteller, stehen in der Verantwortung für die Menschen unserer Region, die mit Leidenschaft diese Spezialität herstellen. Es war uns ein wichtiges Anliegen, dieses Projekt mit dem Politecnico di Milano, Enersem und der CSQA zu realisieren. Das Hauptziel bestand darin, unsere Unternehmen in ihrem bereits beträchtlichen Engagement für den ökologischen Wandel weiter zu unterstützen und ihnen ein zukunftsorientiertes Instrumentarium an die Hand zu geben. Wir freuen uns besonders, dass in einer Vielzahl unserer Betriebe diese Software schon erfolgreich zum Einsatz kommt.”

Das ist Parmaschinken g. U.

Parmaschinken ist ein zu 100 % naturbelassener, luftgetrockneter Schinken, der ohne Zusatzstoffe, ohne Nitrite oder Nitrate hergestellt wird. Für den Rohschinken aus der Region Parma braucht es lediglich die Hinterkeule vom Schwein und Meersalz. Dazu kommt viel Zeit zum Reifen im typischen Mikroklima der Region. Seinen milden Geschmack, den die Italiener mit ‘dolce‘ umschreiben, erhält der Parmaschinken durch seine mindestens vierzehn Monate lange Reifung. Zudem steht er seit 1996 unter dem besonderen Schutz der Europäischen Union und trägt das Gütesiegel „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (g. U.).

Das ist das Consorzio

Das Consorzio del Prosciutto di Parma wurde 1963 gegründet mit dem Ziel, die Spezialität Parmaschinken weltweit zu schützen, ihre Tradition zu bewahren und das Image der Marke zu fördern. Der Verband repräsentiert heute 127 Mitgliedsbetriebe, bündelt deren Kompetenzen und setzt sich dafür ein, die gemeinsamen Interessen international zu wahren und zu fördern.

Meist gelesene Artikel

News
Teewurst leitlinienkonform herstellen
News
RAPS auf der SÜFFA: Onlineshop und Würzlösungen
News
Poldi-Dürüm im Rewe-Kühlregal
News
136. Deutscher Fleischer-Verbandstag

Das könnte Sie auch interessieren:

Teewurst leitlinienkonform herstellen

Das AFFL-Expertengremium Listeria bestätigt: Leitlinienkonform hergestellte Teewurst begünstigt kein Listerienwachstum. Die Voraussetzungen für die Einordnung von Teewurst in Kategorie 1.3...

RAPS auf der SÜFFA: Onlineshop und Würzlösungen

Als Partner des Fleischerhandwerks zeigt RAPS, wie digitale Beschaffung und praxisnahe Produktlösungen den Betriebsalltag unterstützen....
Poldi Dueruem Rewe

Poldi-Dürüm im Rewe-Kühlregal

„Das Filet der Straße“: Mangal Döner X Lukas Podolski¹⁰ und Natsu bringen „Poldis Dürüm To Go“ bundesweit ins Rewe-Kühlregal....

Bettcher: Werkzeuge zum Schärfen

Für eine professionelle Klingenpflege bietet Bettcher Industries Inc. Betrieben aus der Fleisch-, Geflügel- und Fischverarbeitung automatische und manuelle Sharpening Tools...
GEA Janesville Erweiterung Animation

GEA investiert kräftig in den USA

GEA nimmt rund 25 Millionen US-Dollar in die Hand, um das Werk in Janesville im US-Bundesstaat Wisconsin weiter auszubauen....

Umgang mit Fleisch immer bewusster

Studie zum Weltvegetariertag am 1. Oktober: Fleisch hat noch immer einen festen Platz auf deutschen Tellern....

Mehr News

aus der
Fleisch-technik?

Melden Sie sich für unseren
FT-Newsletter an!

Mehr News

von der
Fleisch-Theke?

Melden Sie sich für unseren
FM-Newsletter an!